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Facebook nutzt WhatsApp-Kennzeichnung, um Fake-Accounts aufzuspüren

WhatsApp und der Messenger sind Facebooks neue Werkzeuge, um gegen Fake News vorzugehen.
WhatsApp und der Messenger sind Facebooks neue Werkzeuge, um gegen Fake News vorzugehen.
Foto: MANAN VATSYAYANA/ AFP/ Getty Images
Per WhatsApp und Messenger geht Facebook künftig nach Fake News und gefälschten Konten auf die Jagd. Zwei neue Funktionen sollen zeigen, wer hinter Nachrichten steckt.

Facebooks Apps Messenger und WhatsApp werden heute genutzt, um auf möglichst kurzem Weg Informationen zu streuen. Dass sie auch einen bequemen Kanal bereitstellen, um Fake News zu verbreiten, ist Facebook ein Dorn im Auge. Eine neue WhatsApp-Kennzeichnung und ein zusätzliches Feature beim Messenger sollen deshalb Abhilfe schaffen.

Facebook will via WhatsApp-Kennzeichnung Fremdkonten markieren

In einem WhatsApp-Blogpost heißt es dazu, man werde eine Kennzeichnung an WhatsApp-Nachrichten setzen, die an einen User lediglich weitergeleitet und nicht "frisch" verfasst wurden. Dies solle helfen, einfacher heraus zu finden, ob ein Freund oder Verwandter den Beitrag geschrieben hat. Erst jüngst gab es eine Meldung zu einem neuen WhatsApp-Feature, das Spam kennzeichnet. Dabei geht es wohl aber vordergründig um mehr Sicherheit bei eventuellen Phishing-Attacken.

Eingeführt werden soll die WhatsApp-Kennzeichnung angeblich im Rahmen einer Warnung der indischen Regierung. Diese verlangte von Facebook, "sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um den Mißbrauch seiner Plattform augenblicklich zu verhindern".

In Indien werden soziale Medien wie WhatsApp stark dazu genutzt, um Fake News und Gerüchte zu verbreiten. Das jüngste Ausmaß dieser Taktik führte zu den "WhatApp-Morden", mehrfacher Lynchjustiz aufgrund falscher Informationen.

Facebooks Messenger wird neue Konten per Telefonnummer identifizieren

Auch für den Messenger hat sich Facebook eine Identifikationsmaßnahme für Fake-Accounts zurecht gelegt. Messenger-User, die eine willkürliche Nachricht erhalten, sollen darüber informiert werden, wenn diese von einem erst kürzlich erstellten Konto kommt. Um die Herkunft des Posts festzustellen, ist außerdem geplant, die mit dem neuen Konto verknüpfte Telefonnummer zu nutzen.

Im Angesicht der eigenen Skandale ist Facebook laut The Boy Genius Report gezwungen, solche Probleme direkt anzugehen. Besonders in Indien gelten WhatsApp und Smartphone als Eingang zum Internet, so dass bei Plattformen wie diesen ein hoher Grad an Vertrauen gegenüber Nachrichten und Informationen besteht, die darüber verbreitet werden. Menschen würden darauf deshalb sehr häufig reinfallen. Die neue WhatsApp-Kennzeichnung und das Messenger-Feature könnten helfen, User für gefälschte News zu sensibilisieren.

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