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Sugardaddy: Die Lösung für arme Studenteninnen?

Sugardaddys sind für einige Studentinnen der Nebenjob.
Sugardaddys sind für einige Studentinnen der Nebenjob.
Foto: imago/Westend61
Studenten haben häufig Geldprobleme. Für Studentinnen soll das Dating-Portal MySugardaddy Abhilfe schaffen. Wie das Ganze abläuft und ob die Seite seriös ist, erfahrt ihr hier.

Die erste eigene Wohnung, Ausgaben für Lebensmittel und Bücher, und Partys feiern möchte man schließlich auch noch. Viele Studenten fragen sich, wie sie ihr Studium finanzieren sollen? Dabei sind die meisten auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Doch nicht alle Eltern können ihre Kinder ausreichend unter die Arme greifen. Daher beziehen viele Studenten das staatliche Förderungsgeld Bafög. Allerdings hat nicht jeder eine Anspruch auf die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten in Deutschland. Was also tun?

Sugardaddys finanzieren Studium

Sugardaddys sind für einige eine Lösung. Wie bitte? Ja, ihr habt richtig gehört. Auf dem Dating-Portal MySugardaddy können wohlhabende Männer sich junge Frauen für eine Beziehung aussuchen – im Austausch gegen Geld.

Vorteile kann das für beide Seiten haben: Die älteren Männer können jungen attraktive und intelligente Frauen kennenlernen, und im Gegenzug können Studentinnen sich problemlos ihr Studium finanzieren und darüber hinaus einen Lebensstil führen, den sie sich normalerweise nicht leisten könnten. Die Seite richtet sich aber nicht nur an Studentinnen. Auch junge Frauen in einer Ausbildung begeben sich auf die Partnersuche gegen Geld im Netz.

Video: Sugarbabe als Nebenjob

Die meisten Sugababes gibt es Focus Online zufolge übrigens in Berlin mit 11.500 Registrierungen auf MySugardaddy. München folgt mit einigem Abstand mit 7.000 Usern und Hamburg liegt mit 6.000 auf dem dritten Platz. Das klingt logisch, da in den bei Studenten beliebten Großstädten die Mieten am teuersten sind.

Wie funktioniert Mysugardaddy.eu?

Inzwischen sind auf dem Dating-Portal laut dating-vergleich.de mehr als 150.000 Nutzer registriert. Über 80 Prozent davon sind weiblich. Während der Alterdurchschnitt bei Frauen bei ungefähr 23 Jahren liegt, sind die Herren auf dem Portal im Schnitt 44 Jahre und besitzen ein Privatvermögen von etwa 300.000€.

Wie läuft das Matching? Wer sich für ein anderes Mitglied interessiert, kann eine unkomplizierte Kontaktaufnahme starten. Dazu kann man Nachrichten, Fotos oder auch gleich Küsse verschicken.

Die Registrierung auf der Seite ist kostenlos. Für die Kontaktaufnahme müsst ihr aber in Form von Credits zahlen. Männer können sich so Frauen für die Kontaktaufnahme freischalten lassen. Oder auch andersherum. Alternativ ist auch eine Monatsmitgliedschaft möglich. Männer müssen dafür 44,95 Euro pro Monat berappen, Frauen zahlen hingegen nur 24,95 Euro an monatlicher Gebühr.

Chinesische Sugardaddy-Version aus App-Store entfernt

Auch eine chinesische Version des Dating-Portals nach Sugardaddy-Prinzip gibt es. Beziehungsweise gab es. Denn die App „maßgeschneidertes Schätzchen“ wurde im vergangenen Mai aus Chinas iOS-Store entfernt. Zuvor war die App in China sehr beliebt.

Die Regierung war aber scheinbar weniger begeistert, denn auch auf einigen Android-Geräten war zeitweise kein Zugriff auf das Portal möglich. Was das Thema Sex betrifft, ist das Land grundsätzlich unentspannt. Denn die Regierung ging beispielsweise auch gegen Entspannungsvideos vor, da diese offenbar zu sexistisch waren.

Vorsicht geboten

Grundsätzlich handelt es sich bei MySugardaddy um ein seriöses Dating-Portal. Doch wer ernsthaft überlegt die Seite zur Partnersuche in Betracht zu ziehen sollte aber wie bei jedem Datingportal aufpassen. Immer wieder gibt es Geschichten, dass Studentinnen nur ausgenutzt werden oder dass Männer von Frauen hinters Licht geführt wurden. Für diejenigen, für die die Seite Sugardaddy nichts ist, haben wir hier noch andere kuriose Dating-Seiten zusammengestellt.

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