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Adé Verbennungsmotor: Tipps zum Kauf eines Elektroautos

Das Laden eines Elektroautos ist für viele Menschen noch gewöhnungsbedürftig
Das Laden eines Elektroautos ist für viele Menschen noch gewöhnungsbedürftig
Foto: imago/Westend61
Elektroautos werden immer beliebter. Doch welches Modell ist für wen geeignet? Wir zeigen euch, was ihr alles beim Kauf eines Elektroautos beachten solltet.

Endlich Zeit für ein neues Auto. Das alte ist endgültig reif für den Schrottplatz. Wie wäre es zur Abwechslung einmal mit einem Elektroauto? Doch welche Modelle gibt es auf dem Markt und wie teuer sind diese? Welche Kriterien solltet ihr bei der Kaufentscheidung berücksichtigen? Wir zeigen Euch, was ihr beim Kauf eines Elektroautos alles beachten solltet.

Pro und Contra: Kauf eines Elektroautos

Sie sind geräuschlos, schnell und umweltfreundlich. Elektroautos haben durchaus etwas faszinierendes und stehen für einen gewissen Status. Neben den ökologischen Aspekten könnten auch drohende Fahrverbote für Dieselmotor in deutschen Städten für den Kauf eines Elektroautos sprechen.

Bisher sprechen noch hauptsächlich zwei Nachteile gegen den Kauf eines Elektroautos. Zum einen die zu geringen Reichweiten im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren. Zum anderen die deutlich längeren Ladezeiten beim Aufladen im Vergleich zum Tanken an der Tankstelle.

Wie teuer sind Elektro-Autos?

Das unterscheidet sich je nach Größe des Autos und nach Reichweite. Als Faustformel gilt: Wer hohe Reichweiten will, braucht große Akkus und große Akkus machen das Auto wiederum teuer.

Günstige Kleinwagen wie den Renault Twizy gibt es bereits ab 7.000€. Welche weiteren erschwingliche Elektro-Autos für bis zu 35.000 Euro es gibt, könnt ihr hier bei uns nachlesen.

Darf es ein bisschen mehr sein? Das Basismodell von Teslas Modell S gibt es bereits für schlappe 86.500 Euro. 2015 und 2016 war das Model S das meistverkaufte E-Auto der Welt. Wie Teslas Pioniermodell im Test abschneidet, könnt ihr hier nachlesen.

Nach oben gibt es bei den Elektroautos preislich kein Limit. Es kann auch zum Teil ziemlich luxuriös werden. Beispiel gefällig? Das Unternehmen Pininfarina will 2020 einen E-Supersportwagen mit 400 km/h auf den Markt bringen. Der Anschaffungspreis für den PFO soll zwischen 2 und 2,5 Millionen Euro liegen.

Welches Modell für wen?

Klar, ein Rennauto wie der PFO kommt wahrscheinlich für die wenigsten in Frage. Doch welches Modell ist für wen geeignet? Als Erstes solltet ihr die Infrastruktur in eurer Umgebung checken: Gibt es ausreichend Ladestationen in eurer direkten Umgebung? In Deutschland gibt es an vielen Orten noch nicht ausreichend Ladesäulen. Doch die Bundesregierung arbeitet daran, die Infrastruktur für die E-Mobilität zu verbessern. Bis 2020 sollen 400 weitere Ladesäulen an Autobahnen und weiteren Knotenpunkten gebaut werden.

Des Weiteren solltet ihr euch fragen, welche Strecken ihr mit dem Auto zurücklegen wollt. In Städten oder für kurze Distanzen eignen sich kleine Elektroautos, wie beispielsweise der Renault Twizzy oder der Citroën C-Zero. Falls ihr plant größere Distanzen mit dem E-Auto zurückzulegen müsst, wäre der BMW i3 eine gute Alternative. Das neuste Modell schafft laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 290 Kilometern.

Doch Vorsicht: Die Reichweite kann stark schwanken und hängt vom Preis ab. Wie bei Autos mit einem Verbrennungsmotor, sinkt auch bei E-Autos durch Fahren mit konstanter Geschwindigkeit der Ladestand des Akkus weniger stark. Andererseits wirken bei E-Autos noch weitere Faktoren auf den Akku. So müsst ihr im Winter beispielsweise häufiger Fahrten zur nächsten Ladestation einplanen, da die Heizung im Fahrzeug sich negativ auf den Akku auswirkt. Eine Übersicht, wie weit einzelne E-Autos kommen, findet ihr hier.

Doch nicht nur die Reichweite sollte beim Kauf eines Elektroautos eine Rolle spielen. Ebenfalls solltet ihr euch überlegen, welche Bedürfnisse euer Auto erfüllen soll. Werdet ihr das Auto eher alleine nutzen oder habt ihr vor, auch regelmäßig mehrere Personen oder auch größere Gegenstände mitzunehmen? Während zum Beispiel der Renault Twizy sich nur als keiner Flitzer eignet, haben im e-Golf von Volkswagen auch auf der Rückbank noch gut zwei Leute Platz. Und ein relativ großer Kofferraum ist auch im Auto verbaut.

Zusammengefasst: Diese Fragen solltet ihr euch beim Kauf eines Elektroautos stellen

  1. Welche Strecken wollt ihr mit dem E-Auto zurücklegen?

  2. Gibt es ausreichend Ladestationen in eurer Umgebung?

  3. Für welche Zwecke wollt ihr euer E-Auto verwenden?

Fazit: Kauf eines Elektroautos als langfristiges Projekt

Elektroautos können eine feine Sache sein. Aber ihr solltet euch vor dem Kauf eines Elektroautos viele Gedanken machen. Schließlich ist die Anschaffung eines Autos in den meisten Fällen auch eher ein langfristiges Projekt gedacht. Denn in den meisten Fällen ist der Autokauf mit viel Geld verbunden und wird über Raten abbezahlt. Wenn ihr den Kauf eines Elektroautos plant, lasst euch nicht vor Autohändlern abschrecken. Denn viele Autohändler wollen nicht, dass ihre Kunden Elektroautos kaufen.

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