Digital Life 

Weil sie ihren Traummann nicht fand, verklagte eine Frau eine Dating-Plattform

Die Partnersuche ging für die Frau nicht gut aus.
Die Partnersuche ging für die Frau nicht gut aus.
Foto: imago/Bernhard Classen
Den reichen Traumpartner konnte eine Britin auf "SeventyThirty" nicht finden. Deshalb verklagte sie kurzerhand die Elite-Dating-Plattform.

Tereza Burki, eine geschiedene Britin, hat über die Dating-Plattform "SeventyThirty" versucht, ihren Traummann und potenziellen Vater für ihre bestehenden und zukünftige Kinder zu finden. SeventyThirty ist auf die Vermittlung von gut betuchten Männern spezialisiert. Das hat nicht geklappt, wie der Guardian berichtet. Burki hat die Plattform daraufhin verklagt.

Romantik gegen falsche Versprechen

Das Gericht folgte der Argumentation der Klägerin, wonach SeventyThirty sie in die Irre geführt habe. Burki bekam recht und soll jetzt 13.100 Pfund (rund 14.500 Euro) Schadenersatz bekommen.

Der zuständige Richter sprach von "einer Frau, die nach romantischem Glück suchte und laut eigenen Angaben durch Tricks dazu gebracht wurde, am falschen Ort zu suchen, indem sie eine hohe Summe an eine Dating-Agentur zahlte, die falsche Versprechen machte, aber keine Ergebnisse lieferte".

100 Männer sind noch zu wenig

Die 47-jährige Burki ist Mutter dreier Kinder und wurde 2013 Kundin der Dating-Plattform. Sie wollte einen stilvollen Gentleman finden, idealerweise mit einem Job im Finanzsektor. Er sollte einen gehobenen Lebensstil pflegen und offen für internationale Reisen sein. Und das wichtigste Kriterium: Der potenzielle Lebenspartner sollte offen für weitere Kinder sein. Burki zahlte 12.600 Pfund (rund 14.000 Euro) und trat SeventyThirty bei.

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Der damalige Manager der Agentur soll behauptet haben, dass es eine erhebliche Zahl von reichen, männlichen Mitgliedern gebe, die Burkis Kriterien entsprächen. Diese Aussage stufte der Richter als Lüge ein, weil es zum damaligen Zeitpunkt insgesamt nur 100 aktive, männliche Mitglieder auf der Plattform gab.

Das sei schon an sich keine erhebliche Zahl und schon gar nicht, wenn man die Ansprüche von Burki berücksichtige, sagte der Richter: "Frau Burki wäre Seventy Thirty nicht beigetreten, wenn sie die tatsächliche Anzahl der aktiven, männlichen Kunden gekannt hätte."

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