Digital Life 

"Beam me up, Scotty"? Diese 7 Fakten über "Star Trek" stimmen gar nicht

Du glaubst, du kennst alle "Star Trek"-Fakten?
Du glaubst, du kennst alle "Star Trek"-Fakten?
Foto: imago/ZUMA Press
Ob du es glaubst oder nicht, aber "Beam me up, Scotty" hat Captain Kirk nie gesagt. Du wirst dich wundern, welche Fakten noch über "Star Trek" im Umlauf sind, die gar nicht stimmen.

Tausende scheinbare "Fakten" der Popkultur sind nicht annähernd das, was sie zu sein scheinen. Auch die Mythen rund um die beliebte SciFi-Saga "Star Trek" birgt wesentlich mehr Fake News, als es zunächst vielleicht den Anschein haben mag. Wir zeigen dir, mit welchen Vermutungen über die Serie du falsch liegst.

Diese Star Trek-Fakten sind gelogen

Du wirst überrascht sein, welche Annahmen und angebliche Fakten über Star Trek tatsächlich gar nicht stimmen. Darunter sogar eines der populärsten Zitate der Serien-und Science-Fiction-Geschichte.

#1 "Beam me up, Scotty!"

Der wohl bekannteste Ausspruch des Franchises ist nämlich eine glatte Lüge. Captain James Tiberius Kirk hat in keiner der offiziellen Serien und ebenso in keinem der Filme die genauen Worte "Beam me up, Scotty!" in den Mund genommen. Nichtsdestotrotz sind sie es, die die Popkultur rund um die SciFi-Saga über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Doch wie kommt das?

Nun, man mag es als Erbsenzählerei bezeichnen, sprach Kirk doch diverse Abwandlungen eben dieses Catchphrases aus. Jedoch ist es ebendieser Wortlaut, der sich über die Zeit hinweg durchgesetzt zu haben scheint. Wie genau ihm das gelungen ist, können wir leider nicht mit Bestimmtheit sagen, doch empfehlen wir dir, ihn nicht stumpf nachzuplappern.

#2 Der emotionslose Spock

Vulkanier denken logisch. Nur logisch und Emotionen haben in ihrer Welt keinen Platz. Dieses Vorurteil geistert bis heute durch die Köpfe vieler Menschen. Und das obwohl der wohl bekannteste Vulkanier, Commander Spock, in zahlreichen Episoden und Filmen der Reihe durchaus seine empfindsame Seite zeigt.

Da gibt es beispielsweise die Szene, in der Spock fast einen hysterischen Anfall bekommt, als er feststellt, dass ihm tierisches Fleisch zu schmecken scheint. Oder aber der Moment, in dem er feststellt, dass sein engster Freund Kirk, seinen eigenen Tod nur vorgetäuscht hat und er somit nicht für das Ableben des beliebten Captains verantwortlich ist.

Zugegeben, andere Charaktere, wie etwa Dr. Leonard McCoy, geben mehr von ihrer Gefühlswelt preis, als Spock. Vollkommen emotionslos ist der Vulkanier dann aber doch nicht – was vor allem in den Neuverfilmungen der Reihe gut zur Geltung kommt.

#3 Kirk, der Frauenheld

Auch dieser Mythos hält sich hartnäckig bis heute in den Köpfen vieler Fans. So hartnäckig sogar, dass auch die neuen Filme unter der Regie von J.J. Abrams diesen Plot weiterspinnen. Fast keine Szene, in der sich nicht irgendeine gutaussehende Dame dem berühmten Captain Kirk zu Füßen wirft.

Dass dem in der Originalserie nicht so war, scheint da fast egal zu sein. Natürlich gab es auch dort für Kirk den ein oder anderen Flirt, ein Womanizer, für den ihn auch heute noch viele Fans halten, war der Captain der Enterprise jedoch nicht.

#4 Beamen ist eine vollkommen sichere Sache

Der Transporter zum Beamen, eine der zentralsten Technologien des "Star Trek"-Universums, ist keinesfalls so harmlos, wie er dir vielleicht vorkommt. In den meisten Fällen wird das System zwar als ein weiteres futuristisches Werkzeug und normaler Teil des Sternenflottenalltags abgehandelt. Tatsächlich gab es damit aber schon grauenvolle Zwischenfälle.

In "Star Trek: Der Film" von 1979 finden gleich zwei Menschen während eines Routine-Transports den Tod durch Beamen. Inklusive schauerlicher Schreie. Transporter haben auch die Tendenz, Personen in Zwei zu teilen (so geschehen bei Kirk und Riker) oder zwei Geschöpfe zu einem zu verbinden (wie Neelix und Tuvok). Bei schlechtem Wetter kann dich der Beamer außerdem in ein blutrünstiges Spiegeluniversum katapultieren oder dich aus der Realität schießen.

#5 Die Sternenflotte steht für Frieden

Die Sternenflotte repräsentiert das Beste der Menschheit und steht für Frieden und Fortschritt. Gekämpft wird höchstens dann, wenn die Schiffe der Flotte angegriffen werden – eine Meinung, die bis heute weite Verbreitung findet. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht.

Es wäre beispielsweise eine Situation zu nennen, in der die Truppe rund um Captain Picard einen Borg-Überlebenden aufsammelt und auf Beschluss der obersten Generäle der Sternenflotte fast die gesamte Population der Borg ausrottet – ohne das ein Angriff der Borg auf die Menschen vorausgegangen wäre. Picard entscheidet sich zwar gegen diesen drastischen Schritt, muss dafür im Anschluss jedoch heftige Kritik von seinen Vorgesetzen einstecken.

Ein anderes Beispiel ist die Entdeckung eines "Jungbrunnes" auf einem Planeten. Die Sternenflotte beschließt daraufhin, die Bewohner jenes Planeten, zur Not auch mit Gewalt, zu entfernen, um selbst die Fähigkeiten der Quelle nutzen zu können. Die Sternenflotte will nur Frieden? Von wegen!

#6 Geld spielt keine Rolle mehr

Im Film "Star Trek: Der erste Kontakt" hebt Captain Picard in einer Rede hervor, dass "Geld im 24. Jahrhundert nicht existiert". Auch diese Aussage ist falsch, zumindest wird sie im Franchise nicht sehr konsistent verfolgt.

Laut "Deep Space Nine" beispielsweise nutzen sowohl die Ferengi als auch Nicht-Föderationsmitglieder das Zahlungsmittel. Auf der anderen Seite sind Sternenflotten-Offiziere in der Serie immer wieder in der Lage, Händler für ihre diversen Waren zu entlohnen. Dieselben Offiziere sind auch dabei zu beobachten, wie sie in einer Bar Glücksspiele spielen. Und selbst Picard hat schon für Souvenirs bezahlt.

#7 Die Serie war immer ein voller Erfolg

Mit über 700 Fernsehepisoden und mehr als einem Dutzend Kinofilmen, kann man schnell zu dem Schluss kommen, dass die Serie schon immer ein großer Erfolg war. Doch weit gefehlt. Die erste Staffel "Star Trek" war weder beim Publikum noch bei Kritikern beliebt und erhielt nur mit Glück die Verlängerung für eine zweite Staffel.

Auch diese lief nur mäßig und nach einer katastrophalen dritten Staffel, war endgültig Schluss. Endgültig? Nein, denn es waren die Wiederholungen, die in den 1970er Jahren liefen, die der Serie neue Fans bescherte. Im Zuge dieser neu entdeckten Popularität entstand im Jahr 1973 die Zeichentrickserie "Enterprise", im Jahr 1979 wurde der erste Kinofilm ("Star Trek: Der Film") des Franchise veröffentlicht.

Fazit: Falsche Fakten oder nicht, "Star Trek" begeistert ungebrochen

Viele der populärsten Meinungen über eines der beliebtesten Franchises der Filmgeschichte basieren auf Mythen. Aber auch wenn nicht alles korrekt ist, was vielen Menschen über Spock, Kirk und Co. zu wissen glauben, so übt die Serie auch nach über 50 Jahren immer noch eine enorme Faszination auf Zuschauer weltweit aus. Spätestens seit den Neuverfilmungen der vergangenen Jahre konnte "Star Trek" sogar neue, jüngere Fans hinzugewinnen. Und das trotz falscher "Star Trek"-Fakten.

Fans des Star-Trek-Universums können sich übrigens freuen, denn "Star Trek: Discovery" Staffel 2 ist am 18. Januar 2019 in Deutschland gestartet. Erste Gerüchte zur 3. Staffel "Star Trek: Discovery" gibt es dafür auch schon. Ein letzter Fakt zum Schluss: Wusstest du, dass Amazon-CEO Jeff Bezos ein riesiger "Star Trek"-Fan ist?

Zu den Kommentaren

Neueste Videos auf futurezone.de

Die neuesten Videos von futurezone.

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen