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Im Interesse der Nutzer: So will Zuckerberg Facebook wieder groß machen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will herausfinden, was die Zukunft bereithält.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will herausfinden, was die Zukunft bereithält.
Foto: APA/AFP/ALAIN JOCARD / ALAIN JOCARD
Facebook-CEO Mark Zuckerberg will, dass Facebook im Interesse der Nutzer arbeitet. Im Konkreten gehe es ihm dabei um die Auswirkungen von Technologien auf die Gesellschaft.

Im Rahmen seiner persönlichen Challenge für das Jahr 2019 will Mark Zuckerberg darüber reden, inwiefern Technologie die Gesellschaft beeinflusst. Sein derzeitiges Ziel bestehe darin "rauszukommen und eine Reihe von Diskussionen über die Zukunft der Technologie und des Internets zu führen und wie sie sich auf die Gesellschaft auswirken wird."

Facebook-CEO: Fehler passieren

In einem Video, das der Facebook-Gründer am Mittwoch postete, besuchte er die Harvard Law School und unterhielt sich dort mit Professor Jonathan Zittrain. Mit dem Professor, dessen Kerngebiete vorrangig internationales und Internetrecht behandeln, diskutierte Zuckerberg über die Themenfelder der Augmented Reality (AR), Inhaltsprüfung und die Herausforderung des Newsfeeds.

"Wir beschäftigen derzeit mehr als 30.000 Menschen, die an der Inhalts- und Sicherheitsprüfung arbeiten", erklärte der Facebook-CEO. "Unabhängig davon, wie geschult sie sind, werden wir Fehler machen." Wenngleich solche Fehlschläge nur menschlich sind, können sie auf einer Plattform wie Facebook schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, die nicht nur dem Markenimage, sondern auch den Nutzern schaden können.

Relevanz ist ein Glücksspiel

"Wir kommen jeden Tag und denken: 'Hey, wir bauen einen Dienst auf, in dem wir News-Feeds einordnen und versuchen, den Menschen die relevantesten Inhalte zu zeigen'", sagte Zuckerberg. Dieser Plan gestaltet sich jedoch scheinbar nicht allzu einfach, wie es sich seine Mitarbeit häufig wünschen würden.

"[Wir treffen] eine Vermutung, die sich auf Daten stützt, die im Allgemeinen von den Leuten verlangt werden, weil sie wollen, dass wir ihnen die relevantesten Inhalte zeigen. Aber auf einer bestimmten Ebene könntest du dich fragen: 'Wer entscheidet, dass das Ranking des News-Feeds oder die Anzeige relevanter Werbung oder irgendwelcher anderer Dinge, an denen wir arbeiten, wirklich im Interesse der Menschen liegen?"

Video: So funktioniert Facebooks Werbeanzeigenmanager

Zuckerberg erlaubt sich schlecht gewählte Metapher

Auch kritisierte Mark Zuckerberg die Überwachung im eigenen Wohnbereich, die von allerlei Kameras – am Smartphone, Laptop oder Tablet – ausgehe. Dabei scheint der Unternehmer jedoch zu vergessen, dass Facebook hierbei eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Tatsächlich verwendete er dieses Bild als Metapher für die Privatsphäre auf Messaging-Plattformen.

"Wir wollen definitiv nicht in einer Gesellschaft lernen, in der sich eine Kamera in jedermanns Wohnzimmer befindet und den Inhalt jeder Konversation aufzeichnet", so Zuckerberg. Einen grundlegenden Makel an seiner Metapher scheint der Gründer jedoch nicht bedacht zu haben: Seit vergangenem Jahr verkauft sein Unternehmen nämlich den "Facebook Portal"-Assistenten, einen Smart-Home-Bildschirm mitsamt Kamera.

Dieser ist unter anderem mit Amazon Alexa ausgestattet und wurde bereits kurze Zeit nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica angekündigt. Entsprechend hoch fallen auch die Sicherheitsbedenken von Nutzern und Behörden aus. Alleine in diesem Jahr sieht sich Facebook gleich sieben größeren Datenschutzverfahren gegenüber. Wir halten dich auf dem Laufenden.

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