Der Wohnungsmarkt ist angespannt und Hotels sind vor allem in beliebten Urlaubsorten teuer. Für dich sind das gute Nachrichten, dann du kannst deine Wohnung über Airbnb vermieten und damit Geld nebenbei verdienen.

Mit Airbnb die Wohnung vermieten: Darauf musst du achten

Zuerst klingt es wahrscheinlich nach großem Aufwand, deine Wohnung über Airbnb zu vermieten. Bist du allerdings gut informiert, sollte der Prozess unproblematisch von der Hand gehen.

#1 Deine Stadt hat ihre eigenen Regeln

Der Ort, in dem du wohnst, kann Unterschiede in den zu erfüllenden Bedingungen machen. Hier einige Beispiele:

  • Berlin: Du brauchst keine Genehmigung, um ein Zimmer in deiner Wohnung über Airbnb zu vermieten. Es muss lediglich in der Fläche weniger als die Hälfte der gesamten Wohnung ausmachen. Um die komplette Behausung zu vermieten, brauchst du die Zustimmung des Bezirksamtes.
  • Hamburg: Handelt es sich bei der vermieteten Immobilie und deine Hauptwohnung, die du mehr als sechs Monate im Jahr nutzt, darfst du die Wohnung via Airbnb vermieten. Auch ein Zimmer kleiner als die Hälfte der Wohnfläche ist dafür zugelassen. Eine Registrierung wird noch ausgearbeitet.
  • München: Auch in München gilt die „weniger als die Hälfte“-Regel, solltest du als Hauptmieter in der Wohnung verbleiben. Willst du die ganze Wohnung anbieten, muss deine Gemeinde erst zustimmen. Eine Registrierungspflicht ist ebenso wie in Hamburg in Arbeit.

Beachte: Eine Vermietung deiner Wohnung als Ferienwohnung ohne behördliche Genehmigung kann je nach Stadt hohe Bußgelder von bis zu 100.000 Euro zur Folge haben. In München plant man sogar mit bis zu einer halben Million Euro.

#2 Lass deinen Vermieter nicht im Dunkeln

Dein Vermieter muss ebenfalls Bescheid wissen, wenn du seine Immobilie über Airbnb vermieten möchtest. Er muss sogar erst zustimmen, bevor du die Wohnung an Urlauber übergeben kannst.

Der Grund: Eine tageweise Vermietung an wechselnde Personen entspricht nicht einer auf Dauer angelegten Untervermietung im klassischen Sinne. Daher ist eine gesonderte Vereinbarung nötig, selbst wenn du laut Mietvertrag untervermieten darfst.

Beachte: Vermietest du ohne Erlaubnis via Airbnb deine Wohnung, kann dir dein Vermieter kündigen.

#3 Präsentier dich bei Airbnb

Natürlich musst du dich neben der Handhabung der behördlichen Regularien auch noch bei Airbnb anmelden, um deine Wohnung vermieten zu können.

  • Erstelle eine ansprechende Anzeige deiner Wohnung oder des Zimmers, das du vermieten möchtest. Bei der Beschreibung solltest du so ausführlich wie möglich sein, auch in Bezug auf die nähere Umgebung der Immobilie.
  • Denk unbedingt an ausdrucksstarke Bilder, denn die entscheiden am Ende darüber, ob jemand kurzfristig einziehen wird. Angeblich (http://www.guter-rat.de/airbnb) schickt Airbnb zur Wohnungsvermietung bei Bedarf sogar einen kostenfreien Fotografen vorbei.

#4 Leg deinen Preis fest

Airbnb empfiehlt dir, die Höhe des Mietpreises auf Basis der Lage, Ausstattung und ähnlicher Objekte in deinem Umfeld festzulegen. Ob du dich am Ende daran hältst, ist dir überlassen. Willst du allerdings erfolgreich über Airbnb vermieten, solltest du zumindest nicht übertrieben mehr als vergleichbare Anbieter in deiner Nähe verlangen.

Geht es um Kaution und Reinigungsgebühr, kannst du diese auf der Airbnb-Plattform genauso festlegen.

#5 So viel musst du an Airbnb abgeben

Natürlich vermietest du deine Wohnung über Airbnb nicht, ohne dafür zu bezahlen. Dies geschieht in Form von sechs bis 12 Prozent Vermittlungsprovision von dir und drei Prozent Servicegebühr, die deinen Gästen in Rechnung gestellt werden.

#6 Diese Möglichkeiten hast du bei Ärger

Über Diebstähle musst du dir weniger Gedanken machen, sie kommen angeblich kaum vor. Dennoch ist es ratsam, Wertgegenstände und vor allem Bargeld nicht offen herumliegen zu lassen. Und geht etwas in deiner Wohnung kaputt, regelt sich das für gewöhnlich unter den Parteien.

Fazit: Bist du gut informiert, kann nichts schief gehen

Der Knackpunkt, um über Airbnb eine Wohnung zu vermieten, liegt darin, dich ausreichend zu informieren und die behördlichen Vorgaben ganz genau einzuhalten. Auch dein Vermieter muss an Bord sein und deiner Absicht zugestimmt haben. Danach heißt es nur noch, sich bei Airbnb anzumelden und mit Beschreibung, Bildern und Preis zu überzeugen.

Vorsicht übrigens, wenn du selbst im Urlaub bist. In immer mehr Airbnb-Wohnungen finden sich Kameras. Es ist vermutlich auch nicht überraschend, dass die kommerziellen Anbieter bei Airbnb im Vormarsch sind.

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