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Während du schläfst, entwickelt dein iPhone ein gefährliches Eigenleben

Dein iPhone verschickt heimlich Daten an Fremde während du schläfst
Mi, 29.05.2019, 14.01 Uhr

Dein iPhone verschickt heimlich Daten an Fremde während du schläfst

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Eine Studie hat gezeigt, dass dein iPhone völlig unbemerkt sensible Daten freigibt, während du friedlich schläfst. Darunter Standort und IP-Adresse.

Einer detaillierten Untersuchung der Washington Post in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma Disconnect zufolge ist Apples iPhone auch nachts erschreckend aktiv. Innerhalb von nur einer Woche sollen 5.400 Tracker sensible Daten wie Standort und IP-Adresse gesammelt und versendet haben.

Apples iPhone ist "alarmierend beschäftigt"

Während du ins Bett gehst, ist für dein Apple iPhone noch lange nicht Feierabend. Denn obwohl Apple sich hohe Sicherheitsmaßnahmen getreu dem Motto "Was auf dem iPhone geschieht, bleibt auf dem iPhone" auf die Fahne schreibt, hat eine Studie das Gegenteil gezeigt.

In nur sieben Tage sollen iPhone und iOS-Apps des Kolumnisten Geoffrey A. Fowler zahlreiche Daten erfasst und an ihm unbekannte Firmen verschickt haben. Laut Fowler befanden sich darunter die folgenden Informationen:

  • Telefonnummer
  • E-Mail
  • exakter Standort
  • digitaler Fingerabdruck
  • Ein Tracker erhielt eine Methode, das iPhone zu identifizieren und andere Tracker damit zu koppeln.
  • An den Dienst Yeld wurde alle fünf Minuten eine Nachricht verschickt, die die IP-Adresse enthielt.

Zahlreiche namhafte Apps beteiligt an iPhone-Spionage

Erschreckend ist besonders die Liste der Handy-Apps, die von Fowlers iPhone aus seine persönlichen Daten an Unternehmen versandten. Darunter:

  • Microsoft OneDrive
  • Nike
  • Spotify
  • IBM's Wetterkanal
  • Selbst die App der Washington Post

Eine der Apps soll sogar Daten weitergegeben haben, die dazu dienen, eine Person zu identifizieren und eindeutig gegen die eigenen Datenschutzbestimmungen verstossen.

Mithilfe von Disconnect entdeckte Fowler innerhalb von nur einer Woche rund 5.400 Tracker, die über Apps private Informationen verschickt hatten. In nur einem Monat wären damit etwa 1,5 GB an Daten nach außen gelangt.

Apple geht nicht auf iPhone-Problem ein

Während die Tracker einiger Apps so programmiert sind, dass sie dann anspringen, wenn du dein iPhone an dein Ladegerät anschließt oder keine andere Funktionen stören kann, soll zumindest das Tracking durch Yelp eine "unabsichtliches Problem sein", das nur ein Prozent der iOS-Nutzer betreffe.

Von Seiten Apples heißt es dagegen, dass Datenschutzbestimmungen der jeweiligen Apps immer offenlegen würden, mit wem sie Daten teilen. Dies äußert sich allerdings häufig nur in der Anmerkung "Wir könnten deine Daten mit Dritten teilen".

Fragwürdige App-Aktivitäten auf deinem iPhone sind nicht so selten wie du vielleicht dachtest. Manche iOS-Apps scannen deinen iPhone-Bildschirm.

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