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So gefährlich sind Chemtrails wirklich: Forscher warnen vor verheerenden Folgen

Mi, 26.06.2019, 12.30 Uhr

Der Klimawandel hat Folgen – das könnte mit uns und der Erde geschehen

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Kondensstreifen am Himmel wurden bisher vornehmlich von Verschwörungstheoretikern angeprangert. Jetzt sehen aber auch Wissenschaftler Gefahren durch sogenannte Chemtrails.

Der Flugverkehr belastet unsere Umwelt enorm, soviel ist bekannt. Berechnungen des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) eröffnen jedoch nun, dass die Klimafolgen von Chemtrails am Himmel weitaus verheerender sind als das Kohlendioxid, das von Flugzeugen freigesetzt wird – gefährlich scheinen besonders die ausgestoßenen Rußpartikel.

DLR: Belastungen durch Chemtrails steigen an

Forscher des DLR veröffentlichten im Fachjournal "Atmospheric Chemistry and Physics" einen Aufsatz, der verdeutlicht, das nicht nur die CO2-Emission beim Fliegen schlecht fürs Klima sind, sondern auch Chemtrails, also Kondensstreifen von Flugzeugen, die Erde erhitzen.

Die Berechnungen besagen, dass aus Chemtrails entstandene Wolken bis 2050 dreimal so starke Auswirkungen auf das Klima haben werden wie noch im Jahr 2006. Damals wurden nun rund fünf Prozent der von Menschen verursachten Verschmutzung auf Flugzeuge zurückgeführt. Trotz der immensen Klimabelastung nimmt der Flugverkehr allerdings immer weiter zu. Allein bis 2040 wird mit einem Anstieg um 42 Prozent gerechnet.

Deshalb sind Chemtrails so gefährlich

Aber was genau macht Chemtrails so katastrophal? Sowohl Fracht- als auch Passagierflugzeuge erzeugen die Kondensstreifen beim normalen Flugverkehr. Diese wiederum begünstigen der Studie zufolge durch Eiskristalle die Bildung von Eiswolken (Zirruswolken), die einen Teil der Sonneneinstrahlung abschirmen und folglich den Wärmehaushalt der Erde beeinflussen. Indem sie verhindern, dass Wärme von der Erde ins All abstrahlt, haben sie einen ähnlichen Treibhauseffekt wie CO2.

Besorgniserregend sind besonders solche Kondensstreifen, die in etwa acht Kilometer Höhe entstehen. Wasserdampf und Ruß aus den Abgasen der Flugzeuge treffen dabei auf kalte Luft. Dadurch entstehen langlebige Eiswolken, die in erheblichem Ausmaß zur Erwärmung der Atmosphäre bei, berichten die Forscher.

Das Tückische an Chemtrails sei zudem, dass ihre Eiskristalle in den Wolken weiterbestünden, auch wenn sich die Kondensstreifen schon längst aufgelöst hätten. Vielen Wolken könne man rein optisch gar nicht mehr auf ihren künstlichen Ursprung zurückführen: „Es handelt sich nicht nur um schmale Streifen, es gibt viele Wolken, denen man es gar nicht mehr unbedingt ansieht, dass sie durch Kondensstreifen hervorgerufen worden sind", so Studienautorin Ulrike Burkhardt.

Vor allem Europa und USA erzeugen Chemtrails

Übrigens: Die Studie ergab außerdem, dass die meisten Chemtrails aus dem europäischen sowie aus dem amerikanischen Luftverkehr stammen. Das Thema Fliegen bleibt also kontrovers, auch das Geschäft mit CO2-Kompensationen läuft gut. Wie sehr die Kondensstreifen gegenwärtig zum Klimawandel beitragen, ist allerdings nicht bekannt. Der gegenwärtige Hitzerekord in Deutschland und Europa spricht zumindest dafür, dass der Klimawandel auch Deutschland erreicht hat.

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