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Tesla im Höhenflug – so bewerten Analysten jetzt das Comeback des Tesla-Kurses

Teslas Quartalszahlen dürften bei Elon Musk für Freude gesorgt haben, aber was sagen Analysten nun zum Tesla-Kurs?
Teslas Quartalszahlen dürften bei Elon Musk für Freude gesorgt haben, aber was sagen Analysten nun zum Tesla-Kurs?
Foto: APA/AFP/STR
Teslas Quartalszahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Sie übertrafen sogar die Erwartungen aller Analysten. Doch den Tesla-Kurs bewerten nicht alle von ihnen gleich. So lautet die Prognose.

Das letzte Jahresviertel des Elektroauto-Konzerns hätte nicht besser laufen können: Teslas Quartalszahlen übertrafen sogar alle Erwartungen. Vergangene Woche stieg der Tesla-Kurs sogar um bis zu zwölf Prozent. Eine Befragung bekannter Analysten offenbarte nun, was sie von den Entwicklungen halten.

Teslas Quartalszahlen im Höhenrausch: Sehen die Analysten es genauso?

Die Sorgen um Engpässe bei den Auslieferungen wurden aus dem Weg geräumt und sogar Bestandserhöhungen soll es geben, hieß es vergangene Woche, nachdem die Tesla-Quartalszahlen sogar die Schätzungen von Analytikern übertrafen. Doch noch nicht alle Zweifel sind damit behoben und die Meinungen der schlauen Köpfe, die die Zahlen letztendlich bewerten, gingen erneut in unterschiedliche Richtungen.

Wie das Portal businessinsider verrät, sei der Tesla-Kurs in den letzten Tagen um bis zu zwölf Prozent gestiegen und die Auslieferungen für das Jahr 2020 sollen demzufolge sogar bei 500.000 Fahrzeugen liegen. 2019 lieferte der E-Automobilkonzern lediglich 367.000 Wagen aus. Des Weiteren wurde die Markteinführung des Tesla Model Y vorgezogen und soll bereits Ende März erscheinen.

Tesla: Pläne und News
Bei Tesla ist immer etwas los

Die gestiegenen Gewinne trieben die Aktie den Tesla-Quartalszahlen zufolge auf ein Allzeithoch von 588,21 Euro und die Firma sei demnach das höchstbewertete Unternehmen in den USA. Doch was sagen die Analysten zu den starken Ergebnissen?

Piper Sandler: "Sparsamkeit von Tesla nach wie vor beeindruckend"

Die Strategie, die Gewinne in weitere Auslieferungen zu pumpen, hat sich ausgezahlt und die US-Investmentbank Piper Sandler bewertet dementsprechend den Tesla-Kurs sogar noch etwas höher als zuvor. Es erscheinen immer mehr Modelle auf den Märkten und "Die Sparsamkeit von Tesla ist nach wie vor beeindruckend" hieß es seitens des Teams der Analysten.

Kursprognose: 658,80 Euro

Bewertung: Overweight

"Der Höhenflug wird anhalten" sagt Wedbush

Dan Ives, bekannter Analyst und CEO der amerikanischen Investmentfirma Wedbush, denkt, dass Teslas Quartalszahlen der Ausschlaggeber für einen Wechsel sein könnten. Stabile Rentablität wäre demzufolge die Sicherheit für den Tesla-Kurs auf dem Mark der Elektromobilität. Die Schätzung von 500.000 Auslieferungen sieht er jedoch als bescheiden, 50.000 weitere würden dem Unternehmen ein anhaltendes Hoch der Aktie bescheren. "Der Höhenflug wird anhalten" lässt Ives als Fazit verlauten. Sollte sich die Nachfrage in Shanghai sogar steigern, sieht er gute Chancen für einen Anstieg des Tesla-Kurses auf ganze 900 Euro pro Stück.

Kursprognose: 642,13 Euro

Bewertung: Neutral

Canaccord Genuity: "Der Anführer der Elektro-Revolution"

Das globale Finanzunternehmen stellte die bislang am höchsten angesiedelte Prognose nach Teslas Quartalszahlen. Ganze 16 Prozent zum zuletzt veröffentlichten Wert sprechen die Experten dem Tesla-Kurs in der Zukunft zu. Die Analysten glauben, Tesla könnte die "herkömmliche Verkehrsbranche" wachrütteln und damit den Gewinn stark ankurbeln. Sollte der Coronavirus dem Werk in Shanghai keine Probleme bereiten, sieht Canaccord "Tesla als Anführer der Elektronik-Revolution solide verankert."

Kursprognose: 678 Euro

Bewertung: -

CFRA Research sorgt für Wehrmutstropfen: "Auf derzeitigem Niveau nicht zu empfehlen"

Zumindest das Marktforschungsunternehmen CRFA rät von überschwänglicher Euphorie nach der Veröffentlichung der Tesla-Quartalszahlen ab. Nicht alle Firmen hätten ihre Zweifel trotz des massiven Anstiegs des Tesla-Kurs ausgeräumt, heißt es. Garrett Neslon, Analyst bei CRFA, sieht im Start der chinesischen Fabrik eher ein Risiko. Da genaue Investitionszahlen für den Standort in Deutschland noch auf sich warten lassen, seien Investoren im Unklaren, ob der neue Standort ebenso effizient produziert, wie sein Gegenstück in China. Er stuft den Tesla-Kurs von "Halten" auf "Verkaufen" herab und erwartet einen Rückgang von etwa 32 Prozent gegenüber den Werten der letzten Woche.

Kursprognose: 397 Euro

Bewertung: Verkaufen

Analytiker sind sich weiter uneinig

Aus den Bewertungen von Teslas Quartalszahlen geht hervor, dass man sich auch in den Riegen der Finanzexperten nicht sicher ist, wie man die Zahlen genau interpretieren kann. Drei der Analysten sehen positiven bis neutralen Entwicklungen entgegen und eines stuft den Wert vom Tesla-Kurs sogar herab. Wie es sich am Ende genau verhalten wird, steht wohl noch in den Sternen. Tesla könnte sogar einer erneuten Pleite ins Auge sehen. Doch vielleicht wendet sich das Blatt auch für Elon Musk, denn mit dieser Überraschung bei Teslas Model Y hat wohl niemand gerechnet.

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