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iCloud von Apple wird zu Festung – doch nicht ohne Nachteile für User

Die iCloud von Apple soll mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicherer werden. Für User wird es dafür etwas komplizierter.
Die iCloud von Apple soll mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicherer werden. Für User wird es dafür etwas komplizierter.
Foto: imago images/Westend61
Die iCloud von Apple soll sicherer werden. Für Cloud-Dienst wird nun Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingesetzt. Doch User haben auch einen Nachteil dadurch.

Deine Daten sollen besser in der iCloud von Apple gesichert werden. Die Userdaten werden durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besser geschützt. Darunter fallen nicht nur die Informationen in deiner iCloud, sondern auch in Apple Maps. Das Ganze wird schon auf Geräten ab iOS 13 und iPadOS umgesetzt. Doch User sollten sich auch bewusst machen, dass es dadurch einige Nachteile gibt.

iCloud von Apple: Sicherung durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

In der Karten-App auf deinem iPhone kannst du nicht nur die Navigation nutzen, sondern auch Orte sammeln, die dir besonders gefallen haben und natürlich deinen Suchverlauf abrufen. Bislang hat die iCloud von Apple solche Informationen ungefiltert übernommen. Auch die Anrufhistorie auf deinem iPhone wird nicht ohne Weiteres übernommen. Das betrifft auch deinen Verlauf im Safari-Browser und geöffnete Tabs auf den eigenen Apple-Geräten. Um solche Informationen in Zukunft weiterhin in deiner iCloud von Apple zu sichern, musst du der Übertragung durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zustimmen.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wurde nun für iOS 13 umgesetzt, um mehr Sicherheit zu garantieren. Doch nicht nur deine Apple-Geräte betrifft die Sicherheitsneuerung, sondern auch dein Zubehör. Auch die Bluetooth-Keys von AirPods und Beats-Kopfhörern unterliegen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dadurch werden die Keys mit allen Geräten eines Users abgeglichen. Nutzt du die Kopfhörer auf einem anderen Gerät, verbindet es sich automatisch.

Diese Daten fallen unter die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung:

  • Apple Card-Transaktionen (ab iOS 12.4)
  • Hausdaten
  • Gesundheitsdaten (ab iOS 12)
  • iCloud-Schlüsselbund
  • Karten-Favoriten, Sammlungen und Suchverlauf (erfordert iOS 13 oder neuer)
  • Memojis (ab iOS 12.1)
  • Zahlungsdaten
  • Von der QuickType-Tastatur gelernte Wörter (ab iOS 11)
  • Safari-Verlauf und iCloud-Tabs (ab iOS 13)
  • Bildschirmzeit
  • Siri-Daten
  • WLAN-Passwörter
  • Bluetooth-Tasten W1 und H1 (erfordert iOS 13 oder neuer)
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Mehr Sicherheit, aber nicht für alle Geräte

Die Neuerung für die iCloud von Apple geht auf die Einführung der Apple Card in den USA zurück. Transaktionen mit der Kreditkarte sollen geschützt sein. Zwar mach Apple nun alles komplizierter, dafür sind deine Geräte sicherer: Weder Apple selbst noch irgendwelche Hacker können so einfach auf deine Daten zugtreifen.

Größtes Manko ist jedoch: Die beliebte Backup-Funktion für iPhone und iPad ist bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht eingeschlossen, heißt es auf Apples Support-Seite. Darunter fallen auch versendete Nachrichten via iMessage. Für die Sicherung solcher Nachrichten, musst du iCloud-Backup aktivieren und erhältst dann eine Kopie eines Schlüssels, der deine Nachrichten schützt. Damit kannst du solche Messages auch in deiner Cloud wieder herstellen.

Um deine iCloud von Apple einzurichten, kannst du einfach dieser Anleitung folgen. Sollte dein Speicher mal wieder voll sein? So kannst du Daten in deiner iCloud löschen.

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