Der USB-Debugging-Modus ist eine versteckte Option im Android-Betriebssystem, die sich vornehmlich an Programmierer richtet, die Android-Apps entwickeln. Um Fehler in Apps zu offenbaren, können diese auf dem Smartphone über eine sogenannte „Debugging-Schnittstelle“ auf Systemfunktionen zugreifen, die normalerweise für den Zugriff von Nutzern gesperrt sind. Willst du dich innerhalb deines Android-Smartphones eigenhändig auf Fehlersuche begeben, so musst du das USB-Debugging aktivieren. In unserer Anleitung zeigen wir dir, wie das funktioniert.

USB-Debugging aktivieren: Diese Vorteile bietet der Debugging-Modus

Im USB-Debuuging-Modus erhältst du die Möglichkeit, auf Systemkomponenten zuzugreifen, dir anderweitig nicht zugänglich sind. Übersetzt bedeutet das englische Wort „Debugging“ schlicht „Fehlerbeseitigung“ – Entwickler „debuggen“ ihre Software demnach, um Fehler, also Bugs, zu beseitigen. Ist das sogenannte USB-Debugging am Android-Gerät aktiviert, wird dein Smartphone oder dein Tablet bei der Verbindung mit deinem PC per USB-Kabel in den Debugging-Modus versetzt.

Ist der Debugging-Modus aktiviert, kannst du Log-Dateien deines Android-Geräts am PC anschauen, also ein Protokoll aller oder bestimmter Aktionen von Prozessen deines Computersystems einsehen, Dateien auf deinem Gerät ändern und dieses somit rooten, flashen oder downgraden.

Aber Vorsicht: Das USB-Debugging solltest du nur dann aktivieren, wenn du es wirklich benötigst. Denn: Dritte sind in der Lage, die Sperre deines Smartphones zu umgehen, um auf deine sensiblen Daten zuzugreifen, wenn USB-Debugging eingeschaltet ist.

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USB-Debugging aktivieren: Folge diesen Schritten

Doch wie lässt sich das USB-Debugging aktivieren? Nun, folge einfach diesen Schritten.

  1. Öffne auf deinem Android-Gerät die „Einstellungen“ und tippe unten auf den Menüpunkt „Über das Telefon/Tablet“ – in manchen Fällen lautet dieser Menüpunkt auch „Telefoninfo“.
  2. Tippe nun mehrmals (etwa sieben Mal) auf deine „Build-Nummer“, um die Entwickleroptionen zu aktivieren. Ist diese nicht vorhanden, muss vorher noch der Menüpunkt „Softwareinformationen“ angewählt werden.
  3. Unter „Einstellungen“ > „System“ oder direkt in den Einstellungen tippst du nun auf den Menüpunkt „Entwickleroptionen“.
  4. Scrolle nun etwas herunter und aktiviere die Option „Android-Debugging“. Unter Umständen heißt der Menüpunkt auch „USB-Debugging“ oder schlicht „Debugging“.
  5. Bestätige den angezeigten Hinweis mit „OK“. Fertig! Das USB-Debugging ist nun für dein Android-Gerät aktiviert.
  6. Tipp: Auf die gleiche Weise deaktivierst du die Option später auch wieder.

Willkommen in der Riege der Entwickler

Hast du das USB-Debugging aktiviert, kannst du dein Android-Smartphone nach deinen Wünschen aufpeppen oder existierende Fehler beseitigen, sofern du über das dafür nötige Know-how verfügst. Willst du dein Android-Gerät etwa rooten, so solltest du dir zunächst die entsprechenden Root-Rechte sichern. Um das Risiko eines möglichen Schadens zu reduzieren, solltest du den Debugging-Modus jedoch definitiv deaktivieren, sobald du diesen nicht mehr brauchst.

Apropos deaktivieren: Eine Android-Anwendung des Herstellers einer bekannten Analytics-Software App spioniert die mobilen Daten deines Geräts aus – lösch sie lieber.

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