Für den Gedanken, dass Elektroautos einen positiven Einfluss haben können, hat PayPal-Mitgründer Peter Thiel nur wenig warme Worte übrig. Vor allem einen Aspekt an den strombetriebenen Fahrzeugen hält er für unsinnig. Geteilt wird seine kritische Einschätzung vom bekannten Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn, der zum Teil sogar von einem „großen Schwindel“ redet.

Peter Thiel und Hans-Werner Sinn vs. Elektroautos: „magisches Denken“ und „Mogelpackung“

In einem Gespräch, das Peter Thiel im September mit der „Welt“ führte, ging es zwar nicht vordergründig um Elektroautos, sondern um saubere Energie und warum er die gegenwärtige Diskussion über den Klimawandel für korrupt und nicht glaubwürdig hält. In diesem Zusammenhang kam der Investor jedoch nicht umhin, sich auch zu den Stromern zu äußern, für die er unter anderem das Urteil „das ist Unsinn“ übrig hatte.

Genauer sieht Peter Thiel, wie er es ausführt, in Elektroautos lediglich eine Scheinantwort auf die sich verändernden klimatischen Bedingungen. Es grenze an „magisches Denken“, dass der Besitz eines Elektroautos in Deutschland oder Kalifornien eine Art Vorbildfunktion hätte.

Elektroautos wirken dem Klimawandel nicht entgegen

Für den Klimawandel würde die vermehrte Nutzung von Elektroautos hierzulande oder in den USA laut Peter Thiel nur bedeuten, dass die eigentliche Verschmutzung nicht gestoppt, sondern nach China verlagert würde. Dort wiederum steige sie aufgrund von Kohlenutzung weiter an und befeuere den Treibhauseffekt.

Statt den Klimawandel punktuell zum Beispiel durch Elektroautos anzugehen, sollte er als globales Phänomen wahrgenommen werden, wie er im Interview erzählt. Dazu müssten Länder wie China oder Indien, deren Anteil an der weltweiten Verschmutzung mit am höchsten ist, durch Handelsbeschränkungen oder Zölle sanktioniert werden.

Aber auch für die Wissenschaft hat Peter Thiel wenig positive Worte. Dort fänden sich Gleichgesinnte in Kommittees zusammen, die anderen Gleichgesinnten Finanzierung zukommen ließen, was seiner Ansicht nach die Qualität der Wissenschaft hinter dem Klimawandel beeinträchtigen würde. Für ihn sei dies „unglaubwürdig und so korrupt“.

Auch Hans-Werner Sinn outete sich bereits als Elektroauto-Kritiker

In Sachen Stromer steht der Investor zumindest nicht allein da. Auch der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn kritisierte die Elektroautos bereits scharf. Dieser sprach dabei von einer „Mogelpackung“, denn auch E-Autos würden in erheblichem Umfang CO2 emittieren, „(…) nur liegt der Auspuff ein bisschen weiter entfernt im Kraftwerk“. Damit sei beispielsweise die Idee der EU, Öl und Gas zu reduzieren, nichts anderes als ein „großer Schwindel“.

Wer übrigens glaubt, Elon Musk würde die beliebtesten Fahrzeuge produzieren, irrt sich. Es gibt einige Elektroautos, die populärer sind als Tesla.

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