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Smartspeaker als Arzt? Neue Funktion soll deinen Herzschlag prüfen

Arztbesuche mit Stethoskop könnten bald Vergangenheit sein. Mit einer neuen Technologie können Smartspeaker Herzrhythmen analysieren.
Arztbesuche mit Stethoskop könnten bald Vergangenheit sein. Mit einer neuen Technologie können Smartspeaker Herzrhythmen analysieren.
Foto: belchonok, Google [M] via Canva.com
Viele Menschen verwenden ihren Smartspeaker hauptsächlich als Wecker oder Musikbox. Doch mittlerweile ist das Potenzial der kleinen Helfer viel größer.

Als die ersten Smartspeaker auf den Markt kamen, waren sie kaum mehr als eine teure Spielerei. Wissenschaftler haben jedoch eine neue, experimentelle Funktion entwickelt, die deutlich macht, wie gigantisch die Fortschritte sind, die die Geräte in den letzten Jahren durchlaufen haben. Sie zeigt außerdem das enorme Potenzial von Smart Home-Systemen, dass uns in der Zukunft erwarten könnte.

futurezone im Smart Home-Showroom von Connected Living in Berlin
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Smartspeaker werden immer smarter

Smartspeaker wie das Google Nest, Amazons Alexa oder der Sonos One werden von Jahr zu Jahr immer besser, doch viele Menschen nutzen sie nach wie vor hauptsächlich als Wecker oder zum Musik hören. Analysten der Universität Washington haben allerdings erkannt, dass das Potenzial der Geräte weitaus höher ist und deswegen nach Mitteln und Wegen gesucht, um Smartspeaker für die Gesundheitsüberwachung von Menschen einzusetzen.

Der offensichtliche Vorteil: Viele Menschen besitzen bereits einen Smartspeaker und neue technische Entwicklungen können einfach per Software-Update integriert werden.

Geräte können mithilfe einer KI Herzrhythmusstörungen erkennen

Die Forscher haben ein System entwickelt, das auf Grundlage einer künstlichen Intelligenz mithilfe von Sonartechnologie die Vibrationen auffangen kann, die das Herz in den Brustwänden von Menschen verusacht. Das berichtet die Washington Post.

Dabei werden Schallwellen in den Raum gesendet, die Menschen nicht hören können. Der Puls prallt dann zurück zum Smartspeaker und der Algorithmus der künstlichen Intelligenz kann Muster wie beispielsweise den Herzschlag eines Menschen identifizieren. Ein zweiter Algorithmus analysiert die Dauer zwischen den Herzschlägen, was Rückschlüsse auf mögliche Herzrhythmusstörungen zulässt.

Auch Geräte wie Smartwatches bieten solche Funktionen schon länger an, doch bisher war immer ein direkter Kontakt zum Gerät nötig. Die von den Forschern entwickelte Funktion ist ohne direkten Kontakt möglich, wenn du dich in einem Radius von etwa 60 Zentimetern um das Gerät befindest.

Ein Konzept für die Zukunft?

Sollte eine solche Technologie je ausgespielt werden, könnte sie völlig neue Möglichkeiten für die Telemedizin, wie beispielsweise Arzttermine aus der Entfernung ermöglichen.

Google hat kürzlich ein Update für seine Smart-Home-Devices wie Google Home und Nest ausgerollt, dass denInkognitomodus auch auf die Smartspeaker bringt. Wenn du an LED-Leuchten für dein smartes Zuhause interessiert bist, verraten wir dir hier, welche Modelle im Test am besten abgeschnitten haben.

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