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Huawei: Nutzer eines Mobilfunkanbieters abgehört, so Bericht

Huawei wird Spionage bei Telefonanrufen unterstellt.
Huawei wird Spionage bei Telefonanrufen unterstellt.
Foto: imago images / photothek
Artikel von: Dana Neumann
Einer Untersuchung zufolge soll Huawei in der Lage sein, Millionen Kunden eines Providers ohne deren Wissen abhören zu können.

Das chinesische Unternehmen Huawei soll einem vertraulichen Report zufolge heimlich Telefonate überwacht haben, die Nutzer eines großen Netzbetreibers unternommen haben. Der Konzern steht schon seit geraumer Zeit immer wieder wegen möglicher Huawei-Spionage in der Kritik, was die Datenübertragung an die chinesische Regierung betrifft.

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Huawei-Spionage? Das steckt dahinter

In Deutschland ist Huawei wegen Spionage bereits in den Fokus gerückt, denn dem Konzern wurde schon vom Auswärtigen Amt eine Zusammenarbeit mit den chinesischen Sicherheitsbehörden unterstellt. So sollen Ende 2019 "nachrichtendienstliche Informationen weitergegeben (worden sein), denen zufolge Huawei nachweislich mit Chinas Sicherheitsbehörden zusammenarbeite", wie das Handelsblatt damals aus einem vertraulichen Vermerk des Auswärtigen Amtes zitierte. Ein neuer Bericht soll nun belegen, dass der Konzern auch anderweitig Überwachungsmaßnahmen durchgeführt hat.

Neben den damals angeführten Beweisen für Huaweis Spionage gibt es nun angebliche Belege dafür, dass sämtliche Anrufe, die über eines der größten Mobilfunknetze in den Niederlanden erfolgt sind, von Huawei überwacht werden konnten. Das berichtet The Guardian unter Berufung auf die Zeitung De Volkskrant. Dies gehe aus einem Bericht hervor, der für den Provider KPN durch das Consulting-Unternehmen Capgemini 2010 erstellt wurde. Betroffen wären damit insgesamt 6,5 Millionen Nutzer:innen des Mobilfunkanbieters.

Keine konkreten Verstöße bekannt

Von Seiten KPN wurde die Existenz des Berichtes über mögliche Huawei-Spionage zwar anerkannt, dennoch erklärt das Unternehmen auch, "es wurde nie beobachtet, dass Huawei Kundeninformationen genommen hat". Keiner der Zulieferer hätte "unautorisierten, unkontrollierten oder unbegrenzten Zugriff zu unseren Netzwerken und Systemen" gehabt. Huawei selbst hat den Vorwurf zurückgewiesen, KPN-Nutzer abgehört zu haben: "Wir wurden nie von Regierungsbehörden noch nie beschuldigt, unautorisiert gehandelt zu haben".

Für den Netzbetreiber KPN könnte allein die Andeutung, dass Chinas Regierung Mobilfunknummern abhören kann, dennoch großen Schaden bedeuten, weil dadurch Vertrauen der Nutzer gegenüber dem Unternehmen in Gefahr sei. Bereits seit 2009 nutzt KPN Huaweis Technologie. In Europa soll sich das Unternehmen derzeit sogar 47 Verträge rund um den Ausbau des 5G-Netzes gesichert haben. Dazu kommt die Diskussion, wie sicher Huaweis Handys eigentlich sind.

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