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Google hat eine neue Methode, dich zu tracken – schalte sie ab

Googles Tracking wurde um eine Methode erweitert.
Googles Tracking wurde um eine Methode erweitert.
Artikel von: Dana Neumann
Willst du dich unbeobachtet im Netz bewegen, sollte Google deine letzte Wahl sein. Vor allem, da der Konzern immer neue Wege geht, um Daten zu sammeln.

Anonymes Surfen bedarf schon einiger aktiver Anstrengungen. Dem bekannten Google-Tracking dabei zu entgehen, kann allerdings trotzdem schwierig werden, wie sich aktuell zeigt. Gerade nämlich wird eine neue Technologie wird getestet, und zwar ohne dass Nutzer:innen sie ablehnen können. Du kannst das Verfolgen aber immerhin nachträglich blockieren.

Einfach Erklärt: Was ist ein Algorithmus?
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Häufige Fragen zu Cookies
  • Soll man Cookies zustimmen? Die Verbraucherzentrale erklärt, dass du Cookies verweigern kannst, dann dürfen auch keine gesetzt werden. Du kannst aber auch eine aktive und informierte Auswahl der Cookies treffen, die du tolerieren möchtest.
  • Wie aktiviere ich Cookies bei Google? Im Chrome-Browser wählst du Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Cookies und andere Webseitdaten. Hier kannst du auswählen, welche Art von Cookies du zulassen möchtest.
  • Wo kann ich Cookies deaktivieren? Auf die gleiche Art lassen sich Cookies bei Google auch abschalten.

Anderes Google-Tracking: Diese Option ist neu

In den vergangenen Wochen hat Google für sein Tracking einen Testlauf für neue Technologie gestartet, die eigentlich einen nutzerfreundlichen Zweck hat. "FLoC", also Federated Learning of Cohorts (föderiertes Lernen von Kohorten) soll die Verfolgbarkeit durch Cookies von Drittanbietern verhindern und dadurch die Anonymität von Chrome-Nutzer:innen erhöhen. Das Problem: Gleichzeitig werden durch Google weiterhin Daten einiger Anwender:innen für Werbezewcke gesammelt. Außerdem war es nicht möglich, dem Testlauf von FLoC zu widersprechen, weil Google keine Opt-out-Option bereit gestellt hat.

Expert:innen bewerten das Google-Tracking zum Teil besonders kritisch. Peter Snyder und Brendan Eich, Sicherheitsforscher und Geschäftsführer des Brave-Browsers, erklären: "FLoC, zusammen mit anderen Elementen von Googles Vorschlag für eine 'Privatsphäre-Sandbox', sind ein Schritt zurück von fundamentaleren, auf Nutzer und Privatsphäre fokussierten Veränderungen, die das Web braucht."

Andere bewerten die Einführung von FLoC als das Ersetzen von 08/15-Methoden zum Tracking durch neumodisches Nachverfolgen. Dazu kommt, dass die Technologie oben aufgesetzt wird, das heißt Teilnehmer am Test werden nicht nur durch FLoC getrackt, sondern auch weiterhin durch Drittanbieter.

Stelle Googles Tracking einfach ab

Zunächst kannst du prüfen, ob du Teil des weltweiten Tests für das neue Google-Tracking bist. Rufe dazu die Webseite amifloced.org auf. Hier klickst du auf den Button "Check for FLoC ID". Bist du nicht betroffen, siehst du die Nachricht "Your Browser does not currently have FLoC enabled", wie ein schneller futurezone.de-Testlauf zeigt. Ist die Technologie dagegen in deinem Browser aktiviert, stehen dir folgende Maßnamen zur Verfügung:

  • Nutze einen anderen Browser als Google Chrome.
  • Lade dir die DuckDuckGo-Erweiterung für deinen Chrome-Browser herunter. Diese soll laut den Entwicklern neben anderen Methoden inzwischen auch Googles Tracking durch FLoC blockieren können.
  • Schalte die Cookies von Dritten in Google Chrome ab. Gib dazu chrome://settings in die Suchleiste ein. Im Bereich "Datenschutz und Sicherheit" kannst du unter "Cookies und andere Websitedaten" die Option "Drittanbieter-Cookies blockieren" auswählen.
  • Expert:innen vom Portal Malwarebytes haben bereits eine Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlicht, für alle, die sich von FLoC abmelden wollen.

Aktuelle Google-News

Reicht dir das übrigens nicht kannst du weitere Chrome-Einstellungen gegen das Google-Tracking vornehmen. Eine Webseite zeigt dir, was Google schon über dich weiß. Schon im März 2021 hatte Google das Tracking per FLoC übrigens angekündigt. Wann der aktuelle Test beendet ist und ob die Technologie dann vollständig ausgerollt wird, muss sich zeigen.

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