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Steve Wozniak wünscht sich ein Recht auf Reparatur - und kritisiert Apple

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak wünscht sich, dass wieder mehr Geräte repariert werden.
Apple-Mitbegründer Steve Wozniak wünscht sich, dass wieder mehr Geräte repariert werden.
Foto: Emmanuele Contini/NurPhoto via Getty
Ein Recht auf Reparatur von Elektrogeräten ist wünschenswert, meint auch Steve Wozniak. In einem Video hat er über die Veränderungen gesprochen, die er sich wünscht.

Der Apple-Mitbegründer Steve Wozniak wünscht sich ein Recht auf die Reparatur von Elektrogeräten. Seiner Aussage zufolge hätte es den Konzern Apple ohne offene Technologien nie geben können. Deshalb tritt er jetzt für diese Werte ein und widerspricht damit den aktuellen Kurs von Apple.

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Steve Wozniak unterstützt das Recht auf Reparatur

Als Apple-Entwickler ist Steve "Woz" Wozniak schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr aktiv. Trotzdem hat seine Stimme nach all den Jahren immer noch Gewicht im Konzern. Jetzt hat der Mitbegründer des Technikriesen allerdings mit einer kontroversen Meinung auf sich aufmerksam gemacht.

In einem Video auf der Plattform Cameo sprach Steve Wozniak über das "Right to Repair" (zu deutsch: das Recht auf Reparatur). Dabei machte er seinen Standpunkt unmissverständlich klar: Wozniak steht für offene Technologien und das Recht auf Reparatur ein.

YouTube-Video: Steve Wozniak über das Recht auf Reparatur

Reparaturen sind heute von Herstellern nicht mehr gewünscht

Während es früher ohne Probleme möglich war, elektrische Geräte wie Fernseher, Radios, Telefone et cetera einfach zu einem Reparaturservice zu bringen, gerät der Gedanke der Reparatur heutzutage immer mehr in Vergessenheit. Viele elektronische Geräte sind heutzutage auf kurz- bis mittelfristigen Betrieb ausgelegt. Manche verfügen sogar über sogenannten Sollbruchstellen, die dafür sorgen, dass die Geräte kurz nach Ablauf der Garantie kaputtgehen. So sollen Menschen dazu bewegt werden, ständig neue Produkte zu kaufen.

Das Recht auf Reparatur

Schon seit Jahren setzen sich viele Menschen im Rahmen der "Right-to-Repair"-Bewegung für offene Technologien ein. Sie wollen mit Gesetzesvorgaben erreichen, dass Entwickler:innen Ersatzteile für Geräte über lange Zeit zur Verfügung stellen müssen. Auch Steve Wozniak ist anscheinend ein großer Unterstützer vom Recht auf Reparatur, berichtet BBC.

Seiner Meinung nach ist die offene Technologie von früher der Grund, warum es Apple überhaupt geben konnte. Als Beispiel führt er die ersten Apple-Computer Apple I und II an. Der Aufbau und die Schaltpläne dieser Geräte war offen zugänglich. Jeder Mensch mit ausreichend Fachkenntnis konnte das Gerät ohne Probleme öffnen und nach Belieben reparieren oder sogar modifizieren.

Wozniaks Plädoyer für offene Technologien

Heutzutage ist dies nicht mehr der Fall. Viele Unternehmen (darunter auch Apple) behalten sich das Recht auf Reparaturen an ihren Geräten vor. Wer selbst Hand anlegt, verliert automatisch jeglichen Garantieanspruch. Steve Wozniaks ehemaliger Konzern Apple ist an dieser Front besonders aktiv und versucht das Recht auf Reparatur einzuschränken, indem sie ausschließlich originale Ersatzteile erlauben.

Tipp: Mehr zum Recht auf Reparatur

An dieser Stelle wollen wir dir die WDR-Dokumentation "Der Tüftlerkönig von Deutschland" empfehlen, die sich ebenfalls mit dem Thema der immer schwieriger werdenden Reparaturen und dem Recht auf Reparatur in Deutschland beschäftigt. Du kannst sie dir kostenlos auf YouTube ansehen.

Der Apple-Mitbegründer äußert sich nicht häufig zu kontroversen Themen. Doch in der Vergangenheit hat Steve Wozniak seine Abneigung gegenüber Facebook klar zum Ausdruck gebracht. Beim Konzern Apple sind Handy-Reparaturen etc. nicht gerade günstig. Wie die Preise gerechtfertigt werden, erfährst du hier.

Quelle: BBC

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