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Elon Musk: Bizarrer Tesla-Bot doch nur ein Scherz?

Elon Musk hat nun einen Roboter vorgestellt, der dem Menschen die einfachsten Aufgaben abnehmen soll, zum Beispiel einkaufen. Ganz so simpel ist das nicht.

Tesla-Chef Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk hat mit der Vorstellung seines neuen Roboters eine Revolution in der Robotik angekündigt. Aber wie viel ist an seinen Versprechen dran? Foto: IMAGO / Xinhua

Elon Musk hat es wieder getan: Der Tesla Bot betrat die Bühne der Welt und hat auf ihr den Dupstep getanzt. Genaugenommen mimte ein Tänzer Teslas Roboter. Dabei gab es vom Milliardär höchstpersönlich große Versprechen, die skeptisch machen.

Elon Musks Roboter tanzt den Dubstep

Zugegeben: Ein Roboter der tanzen könnte, wie es Elon Musks Roboter-Darsteller auf der offiziellen Bekanntmachung des Tesla-Bot zeigte, gibt Kritiker:innen Stoff für jede Menge Befürchtungen. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es Elon Musk ist, der ihn vorgestellt hat. Und der macht gerne mit PR-Kampagnen auf sich aufmerksam.

Musks Versprechen: Der Tesla Bot soll seinen Besitzer:innen all die langweiligen und repetitiven Aufgaben des Alltags abnehmen. Darunter fällt auch das Einkaufen. Für Besorgungen soll der Humanoid wie geschaffen sein. Unter Robotic-Experten wächst dabei die Skepsis.

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Ein Roboter wie ein Tesla ohne Räder

Tesla-Gründer Musk gibt sich bescheiden: Warum keinen Roboter bauen, schließlich laufen Tesla-Modelle auch mit selbststeuernder künstlicher Intelligenz. „Es macht schon Sinn diese Technik in einen Humanoiden zu implementieren“, sagt Elon Musk. Schließlich sei Tesla gut in der Entwicklung von Sensorik, Batterien und Aktoren. Daher könne ein ähnlich aussehender Roboter bereits im kommenden Jahr erscheinen.

James Vincent teilte diesbezüglich auf The Verge seine Skepsis. Schließlich schafften es Tesla-Modelle erst kürzlich in die Schlagzeilen, weil der Autopilot die Fahrzeuge ständig in Rettungswagen fährt. Dass Elon Musk glaubt, die Robotik in einem Jahr zu revolutionieren, sieht er skeptisch.

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Elon Musks Roboter könnte bescheidener ausfallen als versprochen

Denn das auf Robotik spezialisierte Unternehmen Bosten Dynamics brauchte laut Vincent zehn Jahre Entwicklungszeit, um den von Musk propagierten Fortschritt auch nur ansatzweise zu erreichen. Und Bosten Dynamics ist nicht irgendeine Firma, sondern der Ableger des Massachusetts Institute of Technology, des MIT.

Boston Dynamics veröffentlichte bereits Videos zu seinem Atlas-Programm, in denen auch zur Sprache kam, dass das veröffentlichte Material nicht den Prozess permanent hinfallender Roboter zeigt. Das Ergebnis: Die Roboter können springen, laufen und den Weg finden – nach über zehn Jahren Arbeit.

Und Bosten Dynamics geht es hierbei nur um Parkour-Aufgaben, nicht um die von Elon Musk versprochenen Gänge des Roboters in den Supermarkt. Und auch der Dupstep bleibt ein sehr ambitioniertes Ziel. Ob der Tesla Bot bereits im kommenden Jahr die menschliche Arbeitskraft ersetzen wird, bleibt zweifelhaft.

Quellen: The Verge, Stern, YouTube/ Boston Dynamics, Twitter/ James Vincent, Twitter/ Ryan Mac

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