Der Unternehmer Elon Musk ist ein Phänomen, das sich nicht immer allzu einfach begreifen lässt. Er ist nicht nur der Kopf von Konzernen wie Tesla und SpaceX, sondern darüber hinaus der reichste Mensch der Welt. Damit ruhen die Blicke der Weltöffentlichkeit nicht nur auf seiner Person, sondern ganz konkret auch auf seinem Vermögen. Kleinere und größere Veränderungen bleiben da nur selten unbemerkt.

Elon Musk verschenkt Milliarden

Erst jüngst verkaufte Musk Tesla-Aktien im Wert von gut 5,7 Milliarden US-Dollar. Das entspricht etwa fünf Milliarden Euro. Schon im November verschenkte oder spendete der Philanthrop diese nicht unwesentliche Summe für bis dato unbekannte Zwecke. Zwar blieb dieser Prozess nicht unbemerkt, unklar war bislang aber, an wen genau die Spende ging. Spekuliert wurde mitunter, er habe damit etwas bei der Steuer tricksen wollen. Dass Elon Musk selbst noch nicht das Wort ergriffen hat, überrascht.

Fast täglich versorgt der Unternehmer seine Fans und Kritiker mit neuen Updates. Sie betreffen in erster Linie den Automobilkonzern Tesla sowie das private Raumfahrtunternehmen SpaceX. Aber auch zu Kryptowährungen und seinen Aktien verliert Musk hin und wieder ein Wort. Was aber die Spende im November angeht, hatte er sich bislang nicht geäußert. Erst eine Pflichtmitteilung an die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC (United States Securities and Exchange Commission) zeigt, dass der Tesla-CEO das Geld für wohltätige Zwecke spendete.

Das Nachrichtennetzwerk ntv spekuliert, dass es sich dabei konkret um die Musk Foundation handeln könnte. Die 2002 gegründete Non-Profit-Organisation befasst sich vor allem mit der Erforschung und Förderung erneuerbarer Energien und der Erforschung des Weltraums. Möglich sei es dennoch, dass Steueroptimierung der Spende als Anlass diente. „Viele Superreichen haben aus diesem Grund eine Stiftung“, zitiert ntv so etwa die Finanzexpertin Sandra Navadi.

Warum bleibt Musk still?

Gut möglich sei auch, dass die Summe zunächst bei seiner Stiftung blieb. Das Time-Magazin bestätigt, dass Musk bisherige Spenden vorrangig über sogenannte Donor-Advised-Fonds abgewickelt habe. Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von Investmentfonds, bei der Schenkungen auf unbestimmte Zeit lagern können. Im Fall von Aktien kann ihr Wert sogar weiter wachsen. Voraussetzung ist allerdings, das von vornherein klar ist, dass die Schenkungen früher oder später wohltätigen Zwecken zugutekommen.

Spenden in dieser Größenordnung machen einen „anfällig für Forderungen von Wohltätigkeitsorganisationen“, zitiert Times Scott Walter, Präsident des Capital Research Center, einer in Washington ansässigen Gruppe zur Überwachung der Philanthropie. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass Elon Musk bislang Stillschweigen gewahrt hat. „Sagen wir, er spendet an eine Charterschule. Jede andere Charter-Schule in Amerika wird an seine Tür klopfen.“

Quelle: United States Securities and Exchange Commission; ntv; Times

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