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Dschungelcamp 2022: Das sind die drei Finalisten

Tag 15 und damit Halbfinale im Dschungelcamp 2022: Nach einem aufsehenerregenden Abgang von Anouschka Renzi mussten die letzten „Big Five“ gemeinsam zu einer nassen Dschungelprüfung antreten. Drei Kandidaten dürfen nun auf die Dschungelkrone hoffen.

Die "Big Five" im "Creek der Sterne".. © RTL / Stefan Menne
Die "Big Five" im "Creek der Sterne".. © RTL / Stefan Menne

Am Freitagabend stand das Halbfinale von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL und RTL+) an. Erstmals wurde die vorletzte und knappe Entscheidung nur unter Männern getroffen: Ex-„Bachelorette“-Kandidat Filip Pavlovic (27), Schauspieler Eric Stehfest (32), Designer Harald Glööckler (56), Ex-„Prince Charming“-Kandidat Manuel Flickinger (33) sowie Bodyguard-Legende Peter Althof (66) hofften auf den Einzug ins Finale. Doch nur drei durften sich am Ende freuen.

Kein Verständnis für Verweigerer

Die Prüfungs-Verweigerer Anouschka Renzi (57) und Harald Glööckler echauffierten sich zunächst über die tierische Aufgabe, die ihnen zuletzt gestellt wurde. „Solche Prüfungen sind genau das, warum ich nie in den Dschungel wollte“, wetterte Anouschka. Harald musste dann den Mitcampern erklären: „Kurz und knapp: wir haben keine Punkte, dafür aber für euch die Chancen vergrößert, dass ihr die Krone kriegt und nicht wir.“

„Niemand hätte das gekonnt von euch“, betonte Anouschka. Eric war da anderer Meinung, er hätte die Prüfung gemacht. „In so eine Sauce zu springen, was ist denn schon dabei? Keinen Grund, das Handtuch zu werfen.“ Haralds Vegetarier-Argument ließ er auch nicht gelten. „Das hätte er sich vorher überlegen müssen. Das ist es, was den Dschungel ausmacht, sich genau diesen Dingen zu stellen. Es gilt über sämtliche Schatten zu springen und die Zähne zusammenzubeißen.“

Kriselnde Freundschaft und Ausharren im Camp

Bevor es für Anouschka zurück in die Zivilisation ging, wollte sie noch weitere Dinge loswerden. „Du bist irrsinnig dominant. Ich bin eingeschüchtert von dir“, erklärte sie ihrem guten Freund Harald zum Abschluss und fügte im Dschungeltelefon hinzu: „Ich mag nicht, wenn er mit mir so ist, wie mit jemand, den er nicht kennt.“ Der Designer zeigte sich genervt: „Nur weil ich schlagfertig und schnell bin. Sie hat immer die Sorge, sie komme schräg und dumm rüber. Das projiziert sie dann auf mich.“ Er fühle sich zurechtgewiesen, „da ziehe ich mich dann auch ein Stück weit zurück“. Anouschka lenkte ein: „Ich habe dich lieb und werde immer für dich da sein.“ Doch die Schauspielerin war sich ab da sicher: „Ich werde nie wieder so ein Format machen.“

Nach der Entscheidung, dass sie das Camp verlassen muss, konnte sie die Mitstreiter dann nicht schnell genug verlassen. „Mir reicht es. Ich kann nicht mehr.“ Sie wolle sofort ins Hotel, weil es ihr nicht gut gehe. Nach einem Arzt-Check gab es (leider) Entwarnung und Anouschka musste die letzten Stunden doch noch schlafend im Camp verbringen. „Ich war ich selbst, auch wenn ich nicht meine fröhlichere Seite zeigen konnte. Ich habe das nie als Show gesehen, anders als Harald zum Beispiel“, zog sie ein durchwachsenes Dschungel-Fazit.

Liebeserklärung nach traumatischer Vergangenheit

Im Gespräch mit Peter blickte Eric dann noch auf eine dunkle Zeit im Leben von seiner Frau und deren Ehe zurück. „Wir hatten einen Vergewaltigungsprozess. Mit 17 wurde Edith vergewaltigt. Sie stand unter Einfluss von K.o.-Tropfen, sie wusste das nicht mehr. Sie musste dann das komplette Video sehen, wie sie vergewaltigt wird“, offenbarte er. Das Ganze sei erst viele Jahre später rausgekommen, als sie schon verheiratet gewesen seien. Der Täter sei verurteilt und sitze seine Strafe ab.

Der Vorfall habe das Leben des Paares „von heute auf morgen“ verändert. „Jeder Tag ist ein Kampf, an dem man versucht sich selbst oder die eigene Frau aus diesem Gedankenstrudel und diesen Bildern im Kopf raus zu reißen.“ Er sei ein herzensguter Mensch, aber der Hass und Zorn sei „sehr, sehr groß“ gewesen. „Es ist abscheulich, sich mit so Gedanken auseinandersetzen zu müssen. Je mehr Gerichtstage wir hatten, je mehr für uns gesprochen wurde, desto mehr und mehr kamen wir in so einen Frieden damit.“ Die letzten drei Jahre musste das Paar heilen. „Unsere Liebe ist jetzt stärker denn je. Edith ist mein Ein und Alles, ich liebe sie von ganzem Herzen. Ich bin der Ritter an ihrer Seite, der sie fortan beschützt.“

Führungslose Männertruppe und die Finalisten-Entscheidung

Kaum hatte die letzte Frau das Camp verlassen, musste sich die Dschungel-Gang neu sammeln. Besonders das Kochen wurde zur Herausforderung. Filip sah jedoch vor allem die Vorteile: „Männer, wir können jetzt machen was wir wollen. Wir können hier sogar nackt rumlaufen, wenn ihr Bock habt.“ Als Team-Chef der Männer-WG ging Manuel an den Start, der sich „geehrt“ fühlte, zum dritten Mal das Amt auszuüben. Harald zeigte sich hingegen weniger begeistert von der Wahl. Was er von Manuels selbstbewussten Wandel vom „Erdmännchen zum Löwen“ halten soll, weiß er noch nicht.

Für die „Big Five“ ging es dann gemeinsam zur Prüfung „Creek der Sterne“. Nacheinander mussten die Stars Sterne einsammeln und mit diesen an einer bestimmten Markierung ausharren. Auf sie prasselten Wassermassen, Bälle, Sturmböen oder Schlotze ein. Jeder Camper musste sich am Ende mit seinem Stern auf seiner markierten Stelle befinden. Nach einigen Rückschlägen holte die Männertruppe doch noch den Sieg. „Fünf-Sterne-Menü heute Abend“, jubelte Camp-Chef Manuel.

Das „tolle Team“ musste sich aber dann von zwei Mitgliedern trennen: Für Peter und Harald hat es nicht gereicht. Doch einer von ihnen war gar nicht traurig darüber: Der „gesundheitlich angeschlagene“ Harald nahm seinen Abschied gelassen und freute sich für seine Mitstreiter. Im Hinblick auf das Finale stellte er zudem klar: „Die Ekel-Prüfung hätte ich sowieso nicht gemacht.“ Filip, Manuel und Eric werden somit am Samstagabend um die Krone und den Titel „Dschungelkönig 2022“ kämpfen.

(jom/spot)

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