Am 17. August erschien das neueste rundenbasierte Strategiespiel von Amplitude Studios. Die französischen Entwickler haben sich über das Genre heraus mit „Endless Space“ und „Endless Space 2“ bereits einen guten Ruf aufgebaut. Anstatt im Weltraum spielt der neueste Titel „Humankind“ aber zum Großteil auf der Erde. Ähnlich wie bei Sid Meier’s „Civilization“ führst du dein Volk durch die verschiedenen Epochen von der Steinzeit bis in die Moderne. IMTEST hat das Spiel angespielt. Das sagen die Tester:innen über „Humankind“ im Test.

„Humankind“ im Test: Es war einmal ein kleiner Stammesfürst

Spielbeginn von „Humankind“ ist die Jungsteinzeit. In dieser Epoche ziehst du als Oberhaupt eines Stammes von Nomaden durch die dir noch unbekannte Welt. Auf deinen Erkundungszügen sammelst du Einfluss, der es dir schließlich ermöglicht, deine eigene Stadt zu gründen. Jetzt nimmt das Spiel richtig Fahrt auf: Indem du klug wirtschaftest, forschst und expandierst, sammelst du Ruhmespunkte.

Hast du eine vorgegebene Anzahl an Punkten erreicht, kannst du in die nächste Epoche wechseln. Das ist aber keine Pflicht. Es ist überhaupt kein Problem, so lange man will, in der Lieblingszeit zu entspannen und weiteren Ruhm anzuhäufen, um bestens vorbereitet in die nächste Entwicklungsstufe zu starten.

Wahlmöglichkeiten machen „Humankind“ besonders spannend

Insgesamt fährt „Humankind“ neben der Jungsteinzeit sechs weitere Epochen auf. Dazu gehören die Antike, das Altertum, das Mittelalter, die frühe Neuzeit, das Industriezeitalter und die moderne Gegenwart. In jeder davon stehen Spieler:innen zehn unterschiedliche Kulturen zur Auswahl.  Dabei hat die Wahl nicht nur Einfluss auf das Aussehen der Gebäude. Vielmehr hat jede Kultur individuelle Stärken und Schwächen, die den gesamten Spielstil beeinflussen. Das äußert sich in verschiedenen Boni und den speziellen Bezirken, die ebenfalls bestimmte Vor- und Nachteile gewähren.

Gameplay im Test: Durchdachtes Schlachtsystem

Neben den eigenen Vorlieben bestimmen vor allem die Gegner, welche Kultur sich am besten eignet. Sind die Nachbarn auf Krieg aus, sollten Spieler möglichst schnell eine eigene Armee ausbilden, um die Grenzen zu schützen. Eine starke Truppe gewinnt nicht nur die Gefechte, sondern schreckt die intelligent agierende KI meistens effektiv ab. Mit friedliebenden Nachbarn kannst du „Humankind“ ganz ohne Kämpfe und Schlachten gewinnen.

Bei den Gefechten selbst ist durchaus etwas taktisches Geschick gefragt: Einige Einheiten sind besonders effektiv im Kampf gegen bestimmte andere Typen. Außerdem spielt das Gelände eine Rolle und kann dir einen entscheidenden Vorteil, der dir zum Sieg verhilft, liefern. Damit ist das Kampfsystem ausreichend komplex, dass es nicht langweilig wird. Trotzdem liegt der Schwerpunkt des Spiels auf dem Bauen, Forschen und Entwickeln.

IMTEST lobt KI-basiertes Kampfsystem

Das Verbrauchermagazin IMTEST entdeckte im Test von „Humankind“ nur Stärken: Die mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Gegner sind nicht zu schwach und merken sich Handlungsstränge, die Jahrhunderte zuvor stattfinden. Die „rachsüchtigen“ Feinde werden ihrem Namen auch gerecht. Damit wird der Schwierigkeitsgrad erweitert. IMTEST findet: Das macht das Spiel richtig spannend.

Storytechnisch schwächelt „Humankind“ im Test

IMTEST-Tester:innen haben zwar Spaß am Spiel, vermissen aber etwas den Tiefgang der Story. Einige Spielmechaniken wie Religion finden auf einem nebensächlichen Handlungsstrang Platz, Spieler:innen müssen sich aber nicht primär darum kümmern. Dadurch wird es den Spieler:innen leichter gemacht, als nötig. Im Gegensatz zu einem ähnlichen Strategiespiel fehlt hier die Dynamik und Abwechslung. Ziel ist Ruhm. Und das ändert sich im Spielverlauf auch nicht.

„Humankind“ vs. „Civilization“: Wer gewinnt den Kampf?

Die Ähnlichkeit zum Epochenspiel „Civilization VI“ ist nicht von der Hand zu weisen. Das Strategiespiel hat im Gegensatz zu „Humankind“ aber deutlich mehr zu bieten. Das mag auch darauf zurückführen zu sein, dass „Civ 6“ seit 2016 mit Updates aufgemotzt wird und neue Mechaniken das Spiel immer wieder aufregend gestalten.

Trotzdem muss sich „Humankind“ im Test nicht vor seinem großen Bruder verstecken. Ganz im Gegenteil: Eine nette Abwechslung ist das Game schon. Gerade der Epochenwechsel und das Wechseln der Kulturen innerhalb einer Epoche heben das Spiel von „Civilization“ noch mal ab. Aber: Am Ende bleibt laut IMTEST „Humankind“ im Test dann doch nur eine Light-Version den Mega-Erfolgs „Civilization“.

Quelle: IMTEST, eigene Recherche

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