Am vergangenen Freitag ist der Ego-Shooter „Wolfenstein II“ erschienen. Das Spiel aus der gleichnamigen Reihe spielt nach dem Zweiten Weltkrieg, den das Nazi-Regime um Adolf Hitler gewonnen hat.

Zwischen der deutschen und amerikanischen Version des Spiels gibt es allerdings einige Unterschiede. Der YouTube-Channel „Censored Gaming“ veröffentlichte nur einen Tag nach dem Launch von „Wolfenstein“ ein Video, in dem beide Versionen verglichen werden.

Aus „Hitler“ machen die Entwickler „Heiler“

Auffällig: Die Figur des Adolf Hitler wird in der deutschen Version abgewandelt. So fehlt ihm etwa der charakteristische Oberlippenbart und er hat einen neuen Namen – „Herr Heiler“. Außerdem ist er nicht mehr der „Führer“, sondern der „Kanzler“.

Und sogar das Wort „Jude“ wird in der deutschen Version nicht verwendet und durch „Verräter“ ersetzt. Doch warum wird die deutsche Version so zensiert? Ein Anwalt erklärte dem Games-Portal „Gamestar“: „Von der Rechtsprechung wurden zahlreiche Symbole als verfassungswidrige Kennzeichen eingestuft. Dazu gehören auch Porträts von Adolf Hitler. Die Abbildung von NS-Figuren kann somit strafbar sein.“

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Entwickler wollen Risiken vermeiden

Der Anwalt erklärte, es komme dabei allerdings auf den Einzelfall an. Aber: „Verständlicherweise haben Unternehmen kein Interesse daran, das maximal Mögliche auszuloten, bis der Versuch am Ende doch schiefgeht.“

Spieleentwicklern ist es womöglich also einfach zu riskant, vor Gericht dafür zu kämpfen, Hakenkreuze und andere NS-Symboliken in ihren Spielen darstellen zu dürfen. Unternehmen könnten bei einem verlorenem Prozess nämlich nicht nur viel Geld verlieren – sondern auch in einem schlechten Licht dastehen. (lhel)

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