Bald ist es soweit – Halloween steht vor der Tür. Raue Nächte und heulender Wind geben den Anstoß, doch erst Horrorfilme und die dazu passenden Videospiele machen den späten Oktober zu dem, was er ist. Von uns erfahrt ihr, mit welchen Games ihr euch auf die Tage um Halloween einstimmen könnt.

1. „Slender: The Eight Pages“

Zu Beginn des schaurigen Survival-Games „Slender: The Eight Pages“ findet ihr euch zu finsterer Nacht in einem dicht bewachsenen Wald wieder. Eure Handlungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, während ihr auf der Flucht vor dem namensgebenden „Slender Man“ den durch den Bäumen umherstreif. Ihr könnt lediglich gehen, rennen und eure Taschenlampe an- und ausschalten. Dabei sind nur recht kurzfristige Sprints möglich und auch die Batterien eurer Taschenlampe halten nur begrenzt.

Auf der Suche nach den „Eight Pages“, also den acht Seiten, mit denen ihr das Spiel gewinnen könnt, müsst ihr die Map erkunden. Das durch einen Zaun begrenzte Waldstück ist gespickt von nutzlosen Fahrzeugen, Felsen und kleineren Häusern, die euch jedoch auch keinen Schutz vor eurem gesichtslosen Verfolger bieten können. Er kündigt sich durch ein lauter werdendes Rauschen an und hat er euch erst mal erwischt, ist das Spiel vorbei. Mit jeder gefundenen Seite wird es zudem wahrscheinlicher, dass er plötzlich hinter euch steht. Achtung: Jump-Scares incoming!

2. „Amnesia: The Dark Descent“

Ähnlich wie man es bereits von diversen Titeln wie beispielsweise „Slender“, „T.P.“ oder „Alien: Isolation“ kennt, verfügt man auch im Horror-Survival „Amnesia: The Dark Descent“ über keinerlei Waffen, um sich gegen übermächtige Gegner zur Wehr zu setzen. Die einzige Möglichkeit: Rennen!

Ihr erwacht in der Rolle von Daniel zunächst in einer dunklen Burg. Wie ihr von einer Notiz erfahrt, habt ihr euer eigenes Gedächtnis gelöscht und bekommt auch schon euer Ziel ins Visir: Daniel soll Alexander von Brennenburg finden und umbringen. Während der Suche nach dem mysteriösen Mann manipuliert „Amnesia “ immerwieder euer Bewusstsein.

Mit scheinbar immer grausigeren Gegnern und dem Psychoterror, der Daniel in der Dunkelheit des Schlosses umgibt, scheint er selbst nach und nach den Verstand zu verlieren. Zwar mag das „Fictional Games“-Studio das Element der in den mentalen Abgrund treibenden Dunkelheit an den Cube-Klassiker „Eternal Darkness“ angelehnt haben, jedoch kommt dies nicht wie billig kopiert rüber. In Gameplay, Horror und Umsetzung rundum lohnenswert, wenn man sich den richtigen Gruselfaktor für Halloween schaffen will.

3. „Resident Evil 7: Biohazard“

Wer es etwas ruppiger mag, ist mit der „Resident Evil“-Reihe an der genau richtigen Adresse. Im siebten Teil des Horror-Survivals trefft ihr zwar nicht auf alte Bekannte wie Jill Valentine oder Leon S. Kennedy und auch sonst will das Game auf den ersten Blick nicht so ganz ins RE-Universum passen, doch wird ihm dadurch keinesfalls der Charme genommen. Vorweg: Keine Panik, Querverweise zu den vorangegangenen Teilen finden sich dennoch wieder.

Mit Ethan Winters startet ihr 2017, ungefähr vier Jahre nach den Ereignissen vom sechsten „Resident Evil“-Teil in einer fiktiven Stadt im Süden der USA. In der Ego-Perspektive begebt ihr euch auf die Suche nach eurer vermissten Frau und werdet zur heruntergekommenen Plantagenvilla der verwahrlosten, agressiven, brutalen und sadistischen Familie Baker geleitet.

Spoiler: Nach alter RE-Manier könnt ihr auch im siebten Teil auf Schocker hoffen – und das obwohl man der Umbrella Corp. erst am Ende des Games begegnet.

4. „Dead Space“

Die dreiteilige Spiele-Reihe „Dead Space“ aus dem Hause EA reiht sich nahtlos ins Genre der Third-Person-Shooter ein, eignet sich dank seiner Survival-Horror-Stimmung jedoch auch sehr gut für die Tage um Halloween. Vor allem SciFi-Fans dürften sich in den Kampagnen wohl fühlen.

Wir schreiben das Jahr 2508, die Ressourcen der Erde sowie des restlichen Sonnensystems sind aufgebraucht und die Menschheit hofft auf die Lösung in Form gigantischer Bergbauschiffe. Eines davon, die USG Ishimura bietet den Schauplatz für den ersten Teil der Reihe. In der Rolle des Isaac Clarke gilt es, die verschollene Besatzung der Ishimura aufzuspüren und die Necromorphs – eine aggressive Alienrasse, die das Schiff überrannt hat – zu bekämpfen.

Mehr zum Thema:

Wir wollen euch nicht den Spaß am Spiel vermiesen, indem wir zu viel vorweg nehmen. Es lohnt sich allemal selbst herauszufinden, was aus der Besatzung der Ishimura geworden ist, woher die Necromorphs kommen und was es mit diesen seltsamen „Roten Markern“ auf sich hat. Diese außerirdischen Marker bilden unter anderem den spirituellen Mittelpunkt der Unitologen-Sekte, die sich als Folge auf den Fund des ersten Markers (vor gut 200 Jahren) gründete.

5. „Outlast“

Beklemmend und aussichtslos sind wohl die Worte, die „Outlast“ – den ersten wie den zweiten Teil – am besten beschreiben. In der Rolle des investigativen Journalisten Miles Upshur begebt ihr euch im First-Person Horror-Game des Studios Red Barrels zur Irrenanstalt Mount Massive. Mysteriöse Ereignisse und illegale Experimente mit den Patienten des Hauses haben euer Interesse geweckt, sodass ihr der Sache auf den Grund gehen wollt.

Upshur ist offenbar kein kampffreudiger Mensch, wodurch eure Handlungsmöglichkeiten sich aufs Laufen und Klettern beschränken. Lediglich in brenzlichen Situationen und im unfreiwilligen Kontakt mit den Bewohnern der Anstalt, weiß der Journalist sich zu verteidigen. Ausgestattet seid ihr außerdem lediglich mit einer Kamera – immerhin verfügt diese über eine Nachtsicht-Funktion.

Jump-Scares und Psychoterror machen „Outlast“ zum idealen Titel für dunkle Stunden.

Fazit

Natürlich kann man sich genüsslich mit Popcorn oder Chips vor den Fernseher setzen, um sich die neuesten Thriller und Splasher reinzuziehen. Doch ist man hier nur Zuschauer und nicht live mit dabei. Videospiel-Titel wie „Slender“ und „Outlast“ erreichen erst, dass man sich wirklich fürchtet. Für Fans des Horror-Genres – vor allem zu Halloween – ein wahrer Segen.

Neueste Videos auf futurezone.de