Kritiker neigen oft und gerne zu Übertreibungen, um Aufmerksamkeit für ihre Meinungen zu bekommen. Wie anders lässt es sich erklären, dass ein so brutales Urteil wie “schlechtester Film aller Zeiten” oft an etwas enttäuschende Filme vergeben werden, die es nicht verdient haben. Ein zweiter Blick lohnt bei diesen sieben unterschätzten Filmen, die viel besser sind als ihr Ruf.

Kein Film verdient den Titel “schlechtester Film aller Zeiten”

Wenn ein Film veröffentlicht wird, dann sind schnelle Urteile und reduktive Bewertungen an der Tagesordnung. Erst mit den Jahren ergibt sich, ob ein Film wirklich so schlecht oder gut ist, wie man ihn das erste Mal aufnahm. Diese sieben Filme wurden beim Kinostart gehasst, sind aber heute höher angesehen, weil sie oft unterhaltsamer sind als viele “gute Filme”.

7. “The Matrix Reloaded” und “The Matrix Revolutions” (2003)

Es war schier unmöglich, das Sci Fi-Action-Meisterwerk “The Matrix” zu toppen. Und diese zwei Fortsetzungen waren nicht so gelungen, verfügen aber über genug atemberaubende Action, coole Bilder und philosophische Unterhaltungen, dass sie nie langweilig werden.

6. “Transformers” (2007)

Nun gut, spätestens als Mark Wahlberg als Supermechaniker die Hauptrolle übernahm, war das Sci Fi-Action-Franchise am Ende, aber zumindest der erste Film war eine clevere Mixtur aus Coming-of-Age-Komödie, pubertärem Auto-Fetisch und virtuos arrangierter CGI-Action.

5. “Spider-Man 3” (2007)

Eigentlich ist der gehasste dritte Teil nicht schlechter als die ersten beiden Spider Man-Filme von Sam Raimi, er hält sogar die technische und schauspielerische Qualität der Reihe. Klar, ist er was wilder und absurder, aber alles macht organisch Sinn und ist mal was anderes.

4. “Tron: Legacy” (2010)

Das Sequel zu dem nicht sonderlich guten Kultfilm der 80er Jahre hat eine erste Stunde, die über wenig Handlung verfügt, dafür aber so stylish und elegant inszeniert ist, dass, wenn die einfallslose Geschichte startet, der Film in sich einsackt. Aber diese erste Stunde lohnt sich.

3. “Street Fighter” (1994)

Steven E. de Souza, Autor von “Stirb langsam”, kassierte viele Prügel für seine teure Verfilmung des gleichnamigen Videospiels. Dabei ist der starbesetzte Film eine überraschend witzige Actionkomödie, die mit viel Ironie und Charme das absurde Konzept des Spiels zerlegt.

2. “Masters of the Universe” (1987)

Die Kult-Zeichentrickserie um den intergalaktischen Krieger He-Man wurde etwas sparsam verfilmt, indem er auf die Erde geschickt wurde. Doch der Film mit sexy Dolph Lundgren als He-Man und Frank Langella als Skeletor ist trashiger Spaß mit 80er-Jahre-Retro-Nostalgie.

1. “Star Wars: Die letzten Jedi” (2017)

Es gibt unzählige YouTube-Videos darüber, warum Rian Johnsons Star Wars-Film nicht nur der schlechteste Film der Kinoreihe ist, sondern auch der schlechteste Film aller Zeiten. Dabei hat Johnson nur etwas mehr mit der Mythologie der Sci Fi-Fantasy-Serie gespielt als den meisten Fans lieb war. Das macht den Film nicht schlecht, sondern erst interessant.

Fazit: Der schlechteste Film des Jahres ist oft interessanter als gedacht

Der schlechteste Film des Jahres wurde, wie die Beispiele oben zeigen, oft nur falsch verstanden oder nicht genug gewürdigt für das, was er den Zuschauern bietet. Vorschnelle Urteile werden diesen unterschätzten Filmen nicht gerecht.

Wird „The Big Lebowski 2“ schlechter als der erste Film? Auch George Lucas hält nicht viel von „Die letzten Jedi“ und die neuen „Star Wars“-Filme. Und diese verwirrenden Film-Enden machen diese Klassiker aufregend.

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