Netzpolitik 

Bundesinnenministerium relauncht seine Website – und alle Links sind danach kaputt

Luftaufnahme des BMI
Luftaufnahme des BMI
Foto: BMI / Reimer Wulf
Coole URIs ändern sich nicht: Diesen Leitsatz des Internet-Begründers Tim Berners-Lee hat das Bundesinnenministerium beim Relaunch seiner Website wohl nicht bedacht.

Eines sei bei einem Website-Relaunch zu beachten: Die Ressourcen, also Vorlagen, Bilder, Dateien, Landing Pages, sollten danach weiterhin erreichbar sein. Schon Tim Berners-Lee, der als Begünder des Internets gilt, hat das vor 20 Jahren festgestellt: "A cool URI is one which does not change.", also: Coole Webseitenadressen ändern sich nicht. Und weiter: "URIs don't change: people change them." URIs (Uniform Resource Identifier) sind Identifikatoren für Webseiten. Sie können als Zeichenfolge in digitaler Form, etwa in HTML-Dokumente eingebunden, aufgeschrieben werden oder von Hand auf Papier. Auch Hyperlinks fallen darunter.

Frische Webseite mit kaputten Links

Dieses Prinzip hat das Bundesinnenministerium (BMI) wohl nicht verstanden. Ein Relaunch sollte die Seite frischer und moderner wirken lassen (das tut sie auch). Wenn nur nicht Berners-Lees Grundsatz vergessen worden wäre. Im Falle eines Relaunches rät er ausdrücklich, die bereits bestehenden URIs beizubehalten. Herkömmliche Server wie Apache seien so flexibel, dass auch nach einem Redesign oder Relaunch einer Website die Verknüpfungen weiterbestehen könnten.

Doch nicht nur die Adressen der Webseiten des BMI und die bereits existierenden Dokumente haben sich geändert. Auch eine Weiterleitung von alten zu neuen Adressen haben die Zuständigen versäumt. Das berichtet Netzpolitik.org. Sämtliche Links, die bisher aus dem gesamten World Wide Web zu Seiten und Dokumenten von bmi.bund.de verwiesen haben, seien dadurch nicht mehr brauchbar. Selbst ein Link vom Twitter-Profil des Ministeriums auf sein eigenes Impressum war zwischenzeitlich fehlerhaft. Dies ist aber mittlerweile behoben worden.

Netzpolitik 

Nordkorea stiehlt Militärpläne der USA

Da wird Trumo sich gar nicht freuen: Nordkoreanische Hacker sollen hochsensible Militärdaten gestohlen haben.
Da wird Trumo sich gar nicht freuen: Nordkoreanische Hacker sollen hochsensible Militärdaten gestohlen haben.
Foto: pixabay

Unter den von Hackern erbeuteten Daten sollen aktuelle Strategien für einen möglichen Krieg sein, den die USA gemeinsam mit Südkorea gegen Nordkorea führen könnten.

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