IBM ist mit einem offiziellen Vorschlag an die kanadische Regierung herangetreten: Der Technologiekonzern will der Provinz British Columbia beim Aufbau eines Cannabis-Netzwerks helfen. Sowohl bei der Produktion als auch beim Vertrieb wolle man beratend unterstützen – und zwar auf Basis der Blockchain-Technologie.

Blockchain ist sozusagen das Buchführungssystem für Kryptowährungen wie Bitcoin und hat den Vorteil, dass es dezentral von den Nutzern selbst ausgeführt wird. Das betont auch IBM: Durch die dezentrale Struktur der Technologie sei es unmöglich, manipulierte Transaktionen zu tätigen. Das stärke die Transparenz.

„From seed to sale“

Für ein auf der Blockchain basierendes Netzwerk zur Verbreitung von Cannabis bedeute dies: Mehr Sicherheit für die Konsumenten und vertrauenswürdige Regularien „from seed to sale“ (vom Samen bis zum Verkauf). In dem Vorschlag heißt es: „Blockchain entwickelt sich zu einer führenden Technologie, die den gesicherten Austausch von digitalen und materiellen Vermögenswerten ermöglicht und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer schützt und Betrug eliminiert.“ Daher habe der Einsatz der Blockchain in der Cannabis-Industrie ebenso ihre Relevanz wie in der Verwaltung von pharmazeutischen Produkten oder Gastronomieketten.

Die kanadische Regierung hatte im April 2017 angekündigt, ab dem 1. Juli, dem Nationalfeiertag 2018, Cannabis zu legalisieren. Dementsprechend werden Personen ab 18 Jahren bis zu 30 Gramm getrocknetes Cannabis besitzen dürfen. Die medizinische Nutzung des Pflanzenstoffs ist dort bereits seit 2001 gesetzlich erlaubt.

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