Weit verbreitete Stromausfälle in China sorgen derzeit für enorme Schwierigkeiten bei Apple. Die Lieferketten des Entwicklers aus den USA sind maßgeblich auf chinesische Zulieferer angewiesen. Darunter leidet nun mitunter die Produktion der Apple Watch Series 7, aber auch die der Modelle aus der neuen iPhone 13-Serie. Vor allem angesichts des nahenden Weihnachtsgeschäfts könnte dieser Stau zu nicht unwesentlichen Problemen führen.

iPhone 13: Stromausfälle sorgen für Engpässe

Einer dieser Hersteller hat seinen Sitz in Zhongshan. Die 500 Mitarbeiter:innen des Unternehmens produzieren Bluetooth-Empfänger, Kopfhörer und anderes Zubehör für Marken aus aller Welt. Um während der weitreichenden Stromausfälle den Betrieb aufrechtzuerhalten, ist der Konzern auf hauseigene Generatoren angewiesen. Derartige Notstände betreffen auch Teilproduktionen des iPhone 13.

„Seit Juni dieses Jahres gab es sporadische Ankündigungen von Stromausfällen, aber seit Mitte September ist es zu einer regelmäßigen Sache geworden. Jetzt bekommen wir jede Woche eine Benachrichtigung, die uns sagt, an welchen Tagen in der folgenden Woche der Strom abgeschaltet wird.“

Anonymer Manager

Lange Wartezeiten voraus

Auch Zulieferer in Städten in den Provinzen Jiangsu, Zhejiang und Guangdong berichten der chinesischen Tageszeitung Nikkei Asia zufolge von ähnlichen Problemen. „Wenn die Situation anhält, werden sich einige Sendungen definitiv verzögern“, heißt es. „Wir könnten auch wieder darüber nachdenken, ob wir irgendwo außerhalb des Landes eine neue Fabrik mieten oder bauen müssen.“

Aktuell musst du teils mit Wartezeiten von über einem Monat rechnen. Dafür könnte der Preis des iPhone 13 in Kürze drastisch fallen.

Hersteller wollen umziehen

Die Zulieferer für Produkte wie das iPhone 13 und die Apple Watch Series 7 seien in unterschiedlichem Maße mit Strombeschränkungen konfrontiert gewesen. Grund für die Strombeschränkungen durch die lokalen Regierungen seien steigende Rohstoffpreise, eine wachsende Stromnachfrage und die von Präsident Xi Jinping eingegangenen Verpflichtungen zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes.

Apple-Zulieferer hätten schon Ende September davor gewarnt, dass Schwierigkeiten wie diese die Kontinuität der Lieferkette gefährden.

„Wir haben gehört, dass die Situation bis zum Ende dieses Jahres oder sogar noch länger andauern könnte. Solche Unannehmlichkeiten könnten allmählich unerträglich werden. Jetzt nehmen wir unsere Bewertungen von Werken in Übersee wieder auf, vielleicht in Vietnam, Batam in Indonesien oder Thailand.“

Führungskraft bei einem Lautsprecherhersteller in Dongguan

Quellen: Nikkei Asia; eigene Recherche

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