In den Chrome Canary für Android, der Entwicklerausgabe des Chrome-Browsers, hat Google einen nativen Adblocker integriert. Bislang gab es nur Gerüchte, dass Google ein derartiges Vorhaben verfolge. Nun scheint der Konzern seinen diesbezüglichen Plan tatsächlich umzusetzen.

Laut Techcrunch findet sich unter Einstellungen der Menüpunkt „Ads“. Aktiviert man den integrierten Adblocker, werden „Werbungen von Seiten geblockt, die dazu tendieren aufdringliche Werbung einzublenden“. Defaultmäßig ist der Adblocker deaktiviert, zumindest in dieser Build.

Im Fokus des Adblocker stehen insbesondere Werbeformate mit Videos, die automatisch abgespielt werden, sowie Pop-ups und sogenannte „Scrollover“-Werbungen im Vollbild-Format sowie Werbung, die mehr als 30 Prozent des Bildschirms einnimmt.

Googles branchenübergreifende Ads-Organisation

Was aber letztlich als lästige beziehungsweise aufdringliche Werbung gilt, will Google gemeinsam in einer branchenübergreifenden Organisation festlegen. Google gründete dafür mit zahlreichen anderen einflussreichen Unternehmen im Vorjahr die „Coalition for Better Ads“. Dieser gehören unter anderem der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), die Washington Post, Reuters, Procter Gamble und viele andere wichtige Verbände, beispielsweise der Online-Werbeverband IAB (Interactive Advertising Bureau) an. Vor einigen Wochen wurde eine Liste der „fragwürdigsten Werbe-Erfahrungen“ veröffentlicht, die fragwürdige Werbeformate im Netz definiert.

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