Ab Freitag ist auf Apples Webseite die Vorbestellung des neusten iPhones möglich. Und wenn die chinesischen Medienberichte zutreffend sind, dürfte das bei vielen Fans trotzdem für lange Gesichter sorgen: Angeblich sind zum Verkaufsstart deutlich weniger Geräte lieferbar als nötig. Die Folge wären teils wochenlange Wartezeiten.

Auch der Preis wird viele Kunden zögern lassen: mit 1.149 Euro für das Basismodell mit 64 Gigabyte Speicher ist das iPhone X das bislang teuerste Apple-Smartphone in der Geschichte. Die gute Nachricht ist: wenn es nicht unbedingt das neue iPhone X sein soll, hat man die Wahl unter fünf hervorragenden weiteren Neuerscheinungen – die oft erheblich günstiger sind.

iPhone 8: Dieselbe Technik

iPhone 8: Die schärfste Konkurrenz für das iPhone X stammt aus dem eigenen Hause: Denn bei all der Aufregung über das teure Topmodell wird gern das iPhone 8 übersehen: Dessen größte und vielleicht einzige Schwäche ist, dass es seinen Vorgängern zum Verwechseln ähnlich sieht – von vorn zumindest. Wer sich ein iPhone 8 kauft, zieht in der U-Bahn eher keine neugierigen Blicke von Technikfans auf sich.

Abgesehen davon steckt aber überwiegend dieselbe Technik im iPhone 8, die auch das iPhone X antreibt: Der aberwitzig schnelle Prozessor A11 (er liefert im Testprogramm Geekbench meist zwischen 50 bis 100 Prozent mehr Leistung als etwa der Prozessor im Galaxy Note 8), die Möglichkeit zum kabellosen Aufladen und eine Kamera, die zur absoluten Spitze unter den Smartphones gehört. Im teureren Plus-Modell (ab 910 Euro) wird auch die neue Porträtbeleuchtungsfunktion unterstützt.

Zwar müssen Kunden auf das nahezu randlose OLED-Display des iPhone X verzichten, doch das äußerst farbtreue LDC-Display des iPhone 8 ist eines der besten am Markt. Auch auf die fortschrittliche Gesichtserkennung Face-ID muss verzichtet werden – dafür ist aber weiterhin ein Fingerabdrucksensor verbaut. Kunden bekommen also ab 800 Euro ein absolutes Spitzengerät – und sparen 350 Euro gegenüber dem iPhone X.

Moto Z2 Force: Mehr Stabilität

Moto Z2 Force : Es ist sehr dünn und verfügt über das wohl stabilste Display am Markt. Durch Stürze ist dem Bildschirm nicht beizukommen, erst kräftige Hammerschläge sollen ihm den Garaus machen. Abgesehen davon stecken der derzeit schnellste Snapdragon-835-Prozessor sowie großzügige sechs Gigabyte RAM im Gerät. Zwei Hauptkameras erlauben Fotos mit Porträteffekt.

Außerdem besonders: An der Rückseite können optional verschiedene „Mods“ angebracht werden, die dort magnetisch haften. So lässt sich das Gerät etwa um ein Gamepad, einen Lautsprecher oder ein Akku-Pack erweitern. Der aktuelle Preis von 749 Euro dürfte demnächst noch etwas sinken.

Samsung Galaxy Note 8: Alles, was man kaufen kann

Samsung Galaxy Note 8: Es ist das Gerät, mit dem Samsung das Akku-Debakel des Vorgängers vergessen machen will – und das gelingt ziemlich gut: Dank nahezu randlosem Display ist es definitiv ein Hingucker. Im Gegensatz zum Galaxy S8 haben die Rückkameras des Note 8 einen optischen Zoom und sind beide mit einem optischen Bildstabilisator versehen. Außerdem ist noch der S-Pen dabei – ein kleiner, drucksensibler Kunststoffstift, mit dem sich das Gerät noch deutlich produktiver nutzen lässt. Bei Nichtbedarf wird es im Gerät versenkt.

An Ausstattung hat Samsung alles ins Gerät gesteckt, was man derzeit kaufen kann – was sich anfangs leider auch im Preis bemerkbar machte. Mittlerweile muss man allerdings keine 1.000 Euro mehr zahlen, im Internet ist das Note 8 bereits ab 800 Euro erhältlich. Wer auf den S-Pen verzichten kann, wird mit dem sehr ähnlichen Galaxy S8 Plus vermutlich genauso glücklich und zahlt nur 600 Euro.

Google Pixel 2: Für Foto-Fans

Google Pixel 2: Das neue Smartphone aus dem Hause Google überzeugt vor allem durch seine überragende Kamera. Obwohl das Gerät nur über eine Hauptkamera verfügt, macht es Bilder, die noch einen Tick besser sind als bei den ohnehin schon exzellenten Konkurrenzgeräten. Möglich machen das viele Software-Tricks der Google-Entwickler.

Auch derzeit noch ausschließlich dem Pixel 2 vorbehaltene Funktionen wie Google Lens sind spannende Alleinstellungsmerkmale. Lens ist eine Software, die die Bildinhalte analysiert und wahlweise Kunstwerke erkennt, Visitenkarten scannt oder Eintrittspreise und Öffnungszeiten zu geknipsten Sehenswürdigkeiten anzeigt.

Das Pixel 2 gibt es in zwei Ausführungen – die abgebildete XL-Version ist mit 940 Euro teurer als das kleinere Pixel 2 (800 Euro), hat dafür aber auch das größere und schickere Display mit schmalem Gehäuserand. Die aktuell im Netz diskutierten Displayprobleme, etwa ein Einbrennen oder farbige Wolken, konnten wir auf dem Testgerät nicht nachvollziehen.

Abgesehen von Größe und Bildschirm sind die Geräte identisch und top ausgestattet. Wer gern neue Android-Funktionen als erstes haben will und seine Fotos in Googles Cloud unbegrenzt in voller Auflösung speichern möchte, ist beim Pixel 2 richtig.

Huawei Mate 10 Pro: Der Preisbrecher

Huawei Mate 10 Pro: Das neue Flaggschiff der Chinesen ist ab Mitte November erhältlich und ein sehr schickes High-End-Gerät mit beeindruckender Ausstattung: 128 Gigabyte Speicher in der Basisversion, Dualsim, sechs Gigabyte Arbeitsspeicher und mit 4000 mAh die mit Abstand größte Akku-Kapazität.

Der empfohlene Preis liegt bei angemessenen 800 Euro, nach Marktstart dürfte er aber noch sinken. Damit wird das Mate 10 vermutlich wieder ein Preisbrecher unter den Top-Geräten. Als Besonderheit bietet es zudem eine „Neural Network Processing Unit“, also einen Chip, der Dinge wie Bilderkennung und andere Künstliche-Intelligenz-Anwendungen besonders schnell erledigen soll. Bislang macht das Gerät – neben dem Pixel 2 übrigens das einzige, auf dem bereits Android 8.0 läuft – aber wenig Gebrauch davon. Ein echtes Topgerät mit vermutlich großem Sparpotenzial.

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