Um aus dem recht engen Korsett von iOS ausbrechen zu können, war vor einigen Jahren das Jailbreaking von iPhones noch gang und gäbe. Die Jailbreaker hatten dadurch Zugriff auf mehr Funktionen und freuten sich über die selbst geschaffene Offenheit des Betriebssystems. Wer auf einem offenen iPhone irgendwelche Apps installieren wollte, kam um den alternativen App-Store Cydia kaum herum. Die dort angebotenen Anwendungen stammen hauptsächlich von drei großen Anbietern.

Doch die Popularität des Jailbreaking hielt nicht an, hat letzter Zeit sogar stark abgenommen. Und so haben in den vergangenen Tagen gleich zwei der drei großen Cydia-Repositories ihren Dienst eingestellt. ModMyi nimmt keinen neuen Apps mehr an und archiviert seine vorhandenen Anwendungen. Die kosten, das Repository weiterzuführen seien einfach zu hoch, heißt es ModMyi. Auch ZodTTD MacCiti wird nicht weiter betrieben. Dort hieß es auf Twitter lediglich: „…was a great ride. Thank you“. Mit Bigboss bleibt somit nur mehr ein größerer Anbieter bestehen.

Sinkende Nachfrage für Jailbreaks

Dass es nach Veröffentlichung neuerer iOS-Versionen immer länger dauerte, bis Jailbreaks zur Verfügung standen, deutet einerseits darauf hin, dass Apple immer besser wurde, Jailbreaks zu verhindern. Andererseits zeigt es, dass die Nachfrage nach Jailbreaks nicht mehr ganz so groß war und daher die Entwickler nicht mehr allzu viel Energie für das Aufbrechen von iOS aufwendeten. Für das aktuelle iOS 11 gibt es etwa immer noch keinen öffentlichen Jailbreak.

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