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Fahrer des Tesla Model S müssen sich von Förderung verabschieden

Teslas Model S gibt es anscheinend nicht ohne das Komfortpaket für weitere 13.101 Euro brutto.
Teslas Model S gibt es anscheinend nicht ohne das Komfortpaket für weitere 13.101 Euro brutto.
Foto: imago
Erst im März 2018 wurde das Model S von Tesla in die Förderliste für Elektrofahrzeuge aufgenommen. Nun muss sich das Auto wieder verabschieden.

Das Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat das Model S des US-amerikanischen Autobauers Tesla erneut von der Förderliste für Elektroautos gestrichen. Damit können auch Käufer des bislang geförderten Basismodells künftig keinerlei Zuschüsse mehr erwarten. Die Basisvariante des Model S war mit einem Listenpreis von unter 60.000 Euro das letzte förderfähige Elektroauto Teslas.

Tesla wendet fragwürdige Methoden an

Diese Kaufprämien in Höhe von 3.000 Euro für Hybride und 4.000 Euro für rein elektrische Autos gelten nur, wenn der Netto-Preis des jeweiligen Basismodells unter 60.000 Euro liegt. Tesla hatte vor nunmehr über einem Jahr einen Antrag für ein Model S 75D gestellt. Weitere Features wie die Rückfahrkamera oder Parksensoren lassen sich als Komfortpaket für 13.101 Euro brutto dazukaufen – als Option wohlgemerkt.

Allerdings gibt es das besagte Model S75D gar nicht ohne diese Extras. Unlauterer Wettbewerb und Verbrauchertäuschung sind nun die Vorwürfe, denen sich Tesla stellen muss. Laut Auto Bild hätten andere Kunden ähnliches erlebt – Stornierungen oder Lieferungen des Basismodells mit dem Komfortpaket.

Der Umweltbonus entstand aus dem Ziel der Bundesregierung, den Absatz von Elektroautos in Deutschland zu unterstützen. "Dadurch wird ein nennenswerter Beitrag zur Reduzierung der Schadstoffbelastung der Luft bei gleichzeitiger Stärkung der Nachfrage nach umweltschonenden Elektrofahrzeugen um mindestens 300.000 Fahrzeuge geleistet", heißt es auf der Website des BAFA, das die Anträge der Hersteller für die Prämie auf Zulassung prüft und die Prämien verteilt.

Hin und her um das Model S

Von der Liste dieser Anträge von förderfähigen Elektroautos wurde das "Model S Base" zum 30. November 2017 bereits gestrichen. Auf Nachfrage von futurezone teilte das BAFA mit, man werde den Fall umfassend prüfen, eine Stellungnahme wolle man zunächst aber noch nicht geben.

Als Antrag in der Zwischenbilanz des Bundesamts, in der die Anträge der Hersteller gelistet werden, taucht das "Model S Base" mit einer Zahl von 1.274 Anträgen auf und liegt damit zahlenmäßig weit abgeschlagen im Vergleich zur Konkurrenz: Allein für Volkswagens neue Version des eGolf wurden 2017 bereits 2.075 Anträge für den Umweltbonus gestellt.

Natürlich spielt hierbei auch der Preis eine Rolle: Während ein Tesla Model S 75D mit dem Komfortpaket 73.101 Euro Kaufpreis zu Buche schlägt, kosten Mittelklasse-Elektrofahrzeuge wie der eGolf in der Basisversion abzüglich der Kaufprämie "nur" 31.900 Euro.

BAFA streicht Model S endgültig

Tesla zwischenzeitig auf die Streichung des Model S von der Liste der förderfähigen Fahrzeuge reagiert und kündigte an, dass die betroffene Modelausführung in Zukunft auch ohne Komfortpaket bestellt werden können. Damit qualifizierte sich das Fahrzeug wieder für die E-Prämie, da der Basispreis dato unter 60.000 Euro lag.

Aktuellen Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) zufolge wurde die Basisvariante des Tesla Model S nun endgültig von der Förderliste gestrichen, da man das Fahrzeug in Deutschland nicht länger bestellen könne.

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