HTC hat am Mittwoch mit dem U12+ offiziell sein neues Flaggschiff präsentiert. Auf das Plus legt man beim Hersteller wert. „Mit dem Plus wollen wir zeigen, dass es sich nicht um ein Mittelklasse-, sondern ein Premium-Gerät handelt“, so Fabian Nappenbach, Produktmanager bei HTC bei der Präsentation in Berlin.

Einige der Vorab-Gerüchte über das neue HTC-Top-Modell bestätigen sich hier bereits: Der dünnere Rahmen ist da, die Edge Sense-Technologie wurde weiterentwickelt und die Kamera verbessert. Allerdings überrascht der taiwanesische Hersteller mit anderen technischen Features.

Nein zum Notch

Während HTC beim U12+ auf den umstrittenen Notch die schwarze Einkerbung am oberen Bildschirmrand, die seit dem Essential Phone und dem iPhone X für Aufregung sorgt verzichtet hat, konzentriert man sich auf andere Details: Vier Kameras kommen in dem Modell zum Einsatz, zwei mit 8 Megapixeln an der Front und eine Dual-Kamera mit 12 Megapixeln auf der Rückseite.

Daneben kann mit einem Auto-Zoom direkt in einer Videoaufnahme gezoomt werden. Vier Mikrofone wiederum machen zusammen mit dem Sonic Zoom ganz neue Abmischungen möglich, wie den Fokus auf einen bestimmten Sound in der Aufnahme.

Translucent Blue ermöglicht tiefe Einblicke

Das Glasgehäuse auf Vorder- und Rückseite bleibt bestehen, doch die Farbauswahl hat einen Neuling: Translucent Blue heißt die Farbe, die das Innenleben des Smartphones sichtbar macht. „Glas können viele, aber Translucent Blue nicht“, sagte Nappenbach beim Vorab-Test.

Das Display wiederum bietet für einen Rahmen kaum noch Platz: Was bleibt ist die 6-Zoll-Bildschirmdiagonale, eine Auflösung von 2880 x 1440 und ein Seitenverhältnis von 18:9. Wie schon die Vorgängermodelle verfügt das HTC U12+ außerdem über einen Fingerabdrucksensor, einen physischen Home-Button gibt es an der Frontseite dagegen keinen.

Intuitives Smartphone für Einhänder

Für die einhändige Bedienung verfolgt HTC eine langfristige Strategie und will den Grundstein dafür im U12+ legen das intuitive Smartphone, das einhändig bedient werden kann. Die Edge Sense-Technologie, die auf Drucksensoren aufbaut, machte das U11 zum ersten Quetsch-Smartphone. Sie wurde für den Nachfolger deutlich weiterentwickelt.

„Das ist ein Brückenschlag zur Zukunft“, meinte Nappenbach. „Touchscreens, für die man beide Hände benötigt, sind weder praktisch noch zeitgemäß.“ Mit Drucksensoren, also Gestensteuerung, soll sich der Nutzer stärker auf seine Umwelt fokussieren statt aufs Smartphone, das nur noch „nebenher“ bedient wird.

Mitte Juni soll das neue HTC-Smartphone auf den Markt kommen, zeitglich im stationären und Online-Handel. UVP: 799 Euro.

Die wichtigsten technischen Details des HTC U12+

  • Design: Liquid Surface
  • Größe: 156,6 x 73,9 x ,87-9,7 mm
  • Gewicht: 188 g
  • Wasser- und Staubresistenz: IP68
  • Plattform: Android .80 Oreo mit HTC Sense
  • HTC Edge Sense 2 Gestensteuerung
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 845
  • Display: 6 Zoll, Quad HD+ (2880 x 1440, 18:9, 537ppi), Super LCD 6
  • HDR 10-Unterstützung
  • Speicher: 6GB RAM, 64 oder 128 GB Speichervolumen
  • Akkuleistung: 3500 mAh
  • Kamera:
  1. Hauptkamera: 12 MP Weitwinkel mit HTC UltraPixel 4, 16 MP Telesensor, 2-fach optischer Zoom und 10-fach digitaler Zoom, HDR Boost 2, OIS, Bokeh-Modus, AR-Sticker, Gesichtserkennung
  2. Frontkamera: Duale 8 MP Weitwinkel, Bokeh-Modus, HDR Boost, Gesichtserkennung, Selfiefunktion
  3. Video-Kamera: lest hier http://www.htc.com/de/smartphones/
  • Unterstützung für Google Assistant und Amazon Alexa
  • Edge Sensor
  • Fingerabdrucksensor
  • Quick Charge 3.0 charger: Schnelles Laden bis zu 50 % in 35 Minuten

Lest hier, was uns im Vorabtest am neuen HTC U12+ besonders gefallen hat – und was weniger.

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