Wer damit liebäugelt, sich einen Beamer zu kaufen, um wahres Kino-Feeling endlich Zuhause zu erleben, sollte dabei ein paar simple Dinge beachten. Hier stellen wir dir die vier wichtigsten vor.

Hierauf solltest du beim Beamer kaufen beachten

Generell gibt es gute Beamer bereits für deutlich unter 1.000 Euro. Um Fehlkäufe und Enttäuschungen zu vermeiden, sollte man vor dem Kauf aber folgende Dinge beachten:

1. Für ein optimales Kinoerlebnis: Helligkeit ist bei Beamern nahezu essentiell

Das wichtigste, was Verbraucher wissen müssen, wenn sie einen Beamer kaufen: Im Vergleich zu einem leuchtstarken LCD-TV ist ihr Bild erheblich dunkler. Beim Kauf sollte man deshalb unbedingt auf die Helligkeit der Geräte achten. Sie wird in der Einheit Lumen angegeben und sollte für den Alltagseinsatz gern im Bereich von 2.500 bis 3.000 Lumen liegen. Wer seinen Beamer dagegen ohnehin nur im abgedunkelten oder gar ganz verdunkelten Raum nutzen möchte, kommt auch mit deutlich weniger Licht aus.

Die hier genannten Werte beziehen sich übrigens auf Herstellerangaben. Diese ermitteln die Werte nach einem standardisierten Verfahren, das jedoch wenig praxisgerecht ist. Nicht wundern: Fachzeitschriften messen die Helligkeit häufig unter praxisrelevanteren Bedingungen nach und kommen dann auf Lumen-Werte, die oft ein Drittel und mehr unter den Herstellerangaben liegen.

2. Eine Leinwand ist ein Muss

Nicht im Budget vergessen sollte man Geld für eine Leinwand, wenn man einen Beamer kauft. Denn nur, wenn die Projektionsfläche wirklich plan ist, kann der Beamer auch seine volle Bildqualität ausspielen. Die Projektion auf eine nackte Ziegelwand oder eine weiße Raufasertapete ist selbst für Hartgesottene kaum zu ertragen. Fällt auch noch Licht von der Seite ein, ist schnell nichts mehr zu erkennen. Einfache Leinwände erhält man im Internet bereits für unter 100 Euro, bessere Modelle kosten aber schnell auch ein Vielfaches davon.

Natürlich kann man auch ein Bettlaken spannen, doch je nach Stoff schluckt das einiges an Helligkeit und Kontrast. Leinwände werfen das Licht besser zurück. Wie genau, drückt sich im sogenannten „Gain-Faktor“ aus. Eine Allzweckleinwand hat dabei meist einen Gain-Faktor von 1,0 bis 1,2 – das heißt, sie reflektiert das Licht gleichmäßig in alle Richtungen, etwa so wie ein weißes Blatt Papier.

Durch bestimmte Beschichtungen kann eine Leinwand das Licht auch verstärkt in Richtung der frontal vor der Leinwand sitzenden Zuschauer werfen – so wird das Bild für sie spürbar heller. Gleichzeitig ist die Projektion von der Seite dann aber schlechter zu sehen. Je höher der Gain-Wert über eins liegt, um so stärker ist dieser Effekt ausgeprägt. Ob sich eine sogenannte „High-Gain“-Leinwand lohnt oder nicht, sollte man am besten beim Beamer kaufen im Detail mit dem Händler besprechen.

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Wer das Anbringen einer Leinwand scheut und zu Hause eine glatte Zimmerwand hat, kann diese auch mit spezieller Projektionsfarbe streichen. Unbedingt günstiger ist das aber nicht: Farbe und Versiegelung von Anbietern wie Proflexx oder Screengoo kosten für eine Fläche von fünf Quadratmetern, je nach Farbtyp, ab 150 Euro aufwärts.

3. FullHD ist günstiger als UHD

Im TV-Bereich ist UHD, also eine Bildschirmauflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten, heute Standard. Mittlerweile gibt es auch einige Heim-Beamer-Modelle mit dieser Auflösung. Deren Preise liegen aber noch deutlich über 1000 Euro. Die meisten Verbraucher dürften mit einem handelsüblichen Full-HD-Gerät (1920 mal 1080 Bildpunkte) deutlich besser beraten sein.

4. Ton und Zusatzausstattung beim Beamer nicht vernachlässigen

Nicht zu vergessen ist, dass die im Beamer verbauten Lautsprecher kaum sinnvoll zur Tonwiedergabe taugen. Für echtes Kino-Feeling benötigt man deshalb zusätzliche Boxen. Immerhin, die meisten Geräte haben einen analogen Audioausgang, über den sich auch ein günstiges Paar Aktivboxen für wenig Geld anschließen lässt.

Überhaupt sollte ein Augenmerk auf die Anschlussfähigkeit des künftigen Beamermodells gelegt werden: Zwei HDMI-Buchsen gehören eigentlich zum Standard – einen VGA-Anschluss zur Verbindung mit älteren Computern bietet längst nicht mehr jedes Gerät.

Ebenfalls nicht selbstverständlich, aber sehr praktisch: ein Wlan-Modul, über das Inhalte kabellos auf den Beamer übertragen werden können. Das lässt sich allerdings auch mit Googles Chromecast (39 Euro) über den HDMI-Anschluss nachrüsten. Übrigens: Wer ein HDMI-Kabel vom heimischen Receiver aus dem Wohnzimmer in den Garten legen will, muss ab einer Gesamtkabellänge von 20 Metern eventuell einen HDMI-Repeater als Verstärker zwischen zwei Kabel stecken. Entsprechende Geräte sind ab 15 Euro erhältlich.

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Damit kann beim Beamer kaufen nichts mehr schief gehen

Jetzt sollte beim Beamer kaufen eigentlich alles nach Plan verlaufen. Wenn du diese 4 Tipps bei deinem nächsten Shopping-Trip beachtest, steht dem kuschligen Filmabend mit Freunden auf der Couch nichts mehr im Wege. Falls das Budget doch einmal etwas knapper ausfallen sollte, erfährst du hier, wie du mit deinem Beamer ein Fenster als Leinwand nutzen kannst. Brauchst du noch Hilfe bei der Filmauswahl? Unter diesen 5 besten französischen Filmen auf Amazon Prime Video ist für jeden etwas dabei.

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