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Mit diesen biegsamen Touchscreens pimpt ihr eure Klamotten wie bei Harry Potter

Haben wir bald alle Displays auf Hüten und T-Shirts? Wohl eher nicht.
Haben wir bald alle Displays auf Hüten und T-Shirts? Wohl eher nicht.
Foto: Andrew Wille/Royole
Wer seine Freunde beeindrucken will, sollte sich diese Technologie anschauen: Sie projiziert euren Smartphone-Screen direkt auf eure Kleidung.

Ihr wollt euren Freunden eure "Fortnite"-Erfolge zeigen, wo auch immer ihr seid? Oder gleich ein gesamtes Fußballstadion digital beeindrucken? Dann sind die aufrollbaren Displays der Firma Royole wohl etwas für euch. Die Firma hat ein flexibles Display gebaut, das ihr direkt auf T-Shirts oder Hüten befestigen könnt.

Royole zufolge sind es die dünnsten, vollfarbigen AMOLED-Displays der Welt. AMOLED ist die Technologie, die auch hinter den Bildschirmen des iPhone X oder auch der Samsung Galaxy-Produktreihe stecken. Ihr zu Grunde liegen organische, lichtabstrahlende Dioden. Ein dünner Transmitter lädt die individuellen Pixel der Dioden auf. Das hat den großen Vorteil, dass die Displays flexibler sind – und damit sogar biegsam.

Ein Display, wie in Harry Potter, aber ohne Magie

Das Display von Royole hat eine Auflösung von 2K und ist nur 0,01 Millimeter dick (das entspricht einem Fünftel der Breite einer Haarsträhne). Der Biegungsradius umfasst 1 Millimeter. Das genügt, um ihn an Kleidungsstücken wie T-Shirts und Hüten zu befestigen – per Klettverschluss übrigens. Inhalte, die über das eigene Smartphone konsumiert werden, werden auf die Textilie projiziert.

Das sieht dann ein bisschen so aus wie in der Zaubererwelt von Harry Potter, in der sich Bilder, ob im Rahmen oder in der Zeitung, bewegen. Darüber freute sich auch diese Instagram-Nutzerin bei der Fußball-WM 2018:

Sie ist nicht die einzige, die die Display-Technologie ausprobiert hat. Als Marketing-Kampagne stattete Royole zahlreiche Fans bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit seinen Wearables aus. Laut dem Unternehmen hat der Screen zwar nichts mit Magie zu tun, kann aber mit dem Smartphone gekoppelt werden, sodass er zum Touchscreen wird. Hut und T-Shirt kommen beide mit kleinen, externen Batterien, mit denen das Display bis zu zehn Stunden durchhalten soll.

Zu teuer für den Massenmarkt

Kaufen kann man die smarten Kleidungsstücke bereits – allerdings zu einem horrenden Preis von 899 US-Dollar. Die Zukunft der Mode sieht also erst einmal anders aus. Denn ein Massenmarkt kann mit dem Preis noch nicht erreicht werden. Und, seien wir mal ehrlich: Dem Sitznachbarn mag es praktisch vorkommen, auf dem Display zu sehen, was abgeht. Würde man Hut oder T-Shirt selbst tragen, sieht man allerdings nichts davon.

Gegründet wurde Royole 2012 von Absolventen der Stanford University. Die Mission des Unternehmens: Mit technischen Innovationen Menschen mit ihrer Umgebung besser interagieren zu lassen. Dafür kreiert und baut es Interfaces für Mensch und Maschine, die weltweit die ersten ihrer Art waren. Dazu gehören das erste mobile 3D-Theater, das erste Smart Writing Pad und das erste geschwungene, auf flexibler Elektronik basierende Armaturenbrett für Autos. Ein großer Campus ist in Shenzhen, China, entstanden. Dort sollen 50 Millionen flexible Displays in einem Jahr produziert werden. Weitere Royole-Standorte befinden sich Kalifornien und Hong Kong.

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