„Für die vergangenen zwei bis drei Jahre befanden wir uns mehr oder weniger im Tarnkappenmodus“, verkündete der Tesla-CEO Elon Musk heute. „Ich denke, es ist langsam an der Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen.“ Bei dieser Katze handelt es sich um den Tesla-Computer – auch bekannt als „Hardware 3“ – durch den die treibenden Systeme der autonomen Funktionen der Modelle S, X und 3 ausgetauscht werden sollen.

Von Tesla hausgemachte KI-Chips

Bislang setzte der Autohersteller auf Nvidias Drive-Plattform, im Namen der Effizienz will man nun jedoch selbst produzieren. Dabei habe man die Möglichkeit, genauer auf die Anforderungen des Produkts einzugehen und diese bis ins Detail selbst zu bestimmen. Pete Bannon, Leiter des „Hardware 3“-Projekts, sieht den Vorteil vor allem im Wissen um den Aufbau der neuronalen Netze, die den Tesla-Modellen ihre autonomen Eigenschaften verleihen.

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Wie TechCrunch berichtet, sieht Musk selbst den Schlüssel darin, ebendieses Netzwerk auf einem fundamentalen Level laufen lassen zu können. Während Teslas Software auf den bislang verwendeten Chips von Nvidia mit etwa 200 Frames pro Sekunde lief, soll der speziell vom Hersteller selbst entwickelte KI-Chip mit rund 2.000 Frames in der Sekunde fertig werden – und das „mit voller Redundanz und Failover“.

Sicherung der eigenen Zukunft

Auch der KI-Analytiker James Wang sieht in dem Vorhaben des Unternehmens einen großen Vorteil, da es nun seine Zukunft selbst bestimmen könne. Dank der Fabriken, über die Tesla verfügt, könne man jede Schwachstelle der Chips innerhalb eines Bruchteils der sonst beanspruchten Zeit beheben. Zudem koste der neue KI-Chip „ebenso viel wie die derzeitige Hardware“ und könne mit einem einfachen Handgriff ausgewechselt werden.

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