Autokameras sehen gut aus und können sehr praktisch sein. Mit den Dashcams lassen sich Unfälle dokumentieren und so im Fall der Fälle die eigene Unschuld leichter beweisen. Wir erklären euch, was ihr beim Kauf einer Autokamera beachten müsst und wie sich die rechtliche Situation zu den Geräten darstellt.

Wie teuer sind Autokameras?

Einfache Autokameramodelle gibt es bereits ab 30 Euro. Für Geräte mit einer vielfältigeren Ausstattung könnt ihr allerdings auch über 250 Euro ausgeben. Die preisliche Spannweite begründet sich unter anderem dadurch, dass die billigeren Modelle nur eine Kamera besitzen. Teurere Dashcams können dagegen mit Dual-Kameras häufig auch das Geschehen hinter dem Auto filmen. Doch ihr solltet beachten, dass nicht alle Kameras legal sind.

Wie ist die rechtliche Situation?

Im Mai 2017 traf der Bundesgerichtshof eine wegweisende Entscheidung zu Dashcams. Grundsätzlich sind Auto-Minikameras als Beweismittel bei Unfällen zulässig. Nur das permanente Aufzeichnen bleibt nach wie vor untersagt. Doch wie weit im Voraus eines Unfalles dürfen Kameras filmen? Die Abwägung zur Verwendung sei immer eine Einzelfallentscheidung, begründeten die Richter ihr Urteil.

Damit wurde kein klarer Rechtsrahmen festgelegt. Es gilt die BGH-Maßgabe, das Speichern auf ein Minimum zu reduzieren. Optimal sind dementsprechend Modelle, die per Sensor erkennen, wann sich ein Unfall ereignet und diese Aufnahmen automatisch speichern. Gleichzeitig sollten alle anderen Aufzeichnungen gelöscht werden.

Das sind die Vorteile von Autokameras:

  • Zweifelsfreier Beweis eigener Unschuld
  • Schutz vor Vandalismus
  • Bessere Verkehrssicherheit
  • Schöne Landesaufnahmen und Urlaubserinnerungen

Das sind die Nachteile von Autokameras:

  • Eingriff in die Privatsphäre anderer Verkehrsteilnehmer
  • Rechtliche Situation nicht ganz klar
  • Aufnahmen können im Unfallsfall auch gegen einen selbst verwendet werden
  • Gute Kameras sind sehr teuer

Was gibt es noch zu beachten?

Autokameras lassen sich in der Regel leicht an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett anbringen. Wie bei Filmen gibt es auch bei Kameras Unterschiede in der Auflösung. Daher gilt: Je höher, desto besser. Eine Auflösung in HD oder Full-HD garantiert euch, dass auch Details wie beispielsweise Nummernschilder gut erkannt werden.

Darüber hinaus sollte eure Autokamera über einen hohen Breitwinkel verfügen. Auch hier gilt: Je größer der Blickwinkel, umso mehr vom Straßenverkehr wird aufgezeichnet. Doch Vorsicht: Je größer der Winkel, desto größer sind die Bildverzerrungen am Straßenrand. Daher empfehlen wir euch eine Dashcam mit einem Winkel um die 120 Grad.

Viele Kameras bieten zudem interessante Zusatzfunktionen. Zum Beispiel ein integriertes WLAN, Sprachsteuerung oder einen Spurhalteassistent.

Fazit: Mittelpreisige Autokameras können sich lohnen

Autokameras machen coole Bilder und können im Straßenverkehr sehr hilfreich sein. Doch ihr solltet lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben, um ein zweifelsfrei legales Produkt zu erwerben. Sven Wolf von chip.de erklärt dazu: “Es gibt derzeit nur wenige Kameras, die erst speichern, wenn die eingebauten Sensoren einen Unfall registrieren. Das seien eher Oberklassegeräte ab 100 Euro.“ Und überdies garantieren ein wenig teurere Kameras häufig auch schönere Aufnahmen von euren Urlaubsfahrten.

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