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Diese 7 Gadgets solltest du definitiv nicht verschenken: Privatsphäre nicht inbegriffen

Technik an Weihnachten verschenken? Vielleicht nicht die beste Idee.
Technik an Weihnachten verschenken? Vielleicht nicht die beste Idee.
Foto: imago/PhotoAlto
Mozilla hat einen Anti-Ratgeber für technische Weihnachtsgeschenke erstellt. Falls dir deine Lieben am Herzen liegen, lässt du von diesen Geräten besser die Finger.

Wer an Weihnachten Geschenke macht, greift gern auch zu technischem Gerät und Spielzeug. Doch du solltest zunehmend darauf achten, womit du deinen Lieben eine Freude machen willst. Was auf den ersten Blick nämlich wie ein netter Spaß wirkt, kann durchaus die Privatsphäre gefährden und sensible Daten sammeln.

Von diesen Geräten hältst du dich besser fern

Der Anti-Ratgeber von Mozilla beinhaltet jede Menge Technik, die in genau diese Kategorie fällt. Von den folgenden Produkten hältst du dich und deine Angehörigen also besser fern. Unterschieden wird übrigens nach Gruseligkeit, je nachdem, wie invasiv die Geräte sein können. Teddybären, die sich mit dem Internet verbinden, können zum Beispiel einen vergleichsweise hohen Grusel-Faktor aufweisen.

Mozilla-Prädikat besonders gruselig

#1: Cognitoys Dino

Der grüne Dinosaurier soll laut Herstellern via WLAN-Verbindung dazu gedacht sein, sich Fragen von Kindern anzuhören, diese dem Alter entsprechend zu beantworten und mit den Kindern gemeinsam aufzuwachsen. Über die App wird der Dino mit dem Netz verbunden und benötigt anschließend kein Smartphone mehr.

  • Spionagepotenzial: Standortbestimmung (2017 gab es eine Warnung, dass das Gerät Daten ohne Verschlüsselung übermittelt hat, die Informationen über Kinder wären damit angreifbar)
  • Datenschutz: Mangelhafte Datenschutzbestimmungen
Video: Cognitoys Dino

#2: FREDI Baby Monitor

Baby-Kameras sind an sich eine gute Idee, um die Kleinsten zu ihrer eigenen Sicherheit immer im Auge zu behalten. Auf der anderen Seite ist immer eine Kamera zugegen, die wirklich alles aufzeichnet. Besonders unheimlich wird es, wenn diese Kamera, wie im Fall von FREDI, in der Vergangenheit bereits mehrfach leicht gehackt werden konnte und dazu das Standardpasswort "123" verwendet.

  • Spionagepotenzial: Kamera, Mikrofon (jemand könnte auf den Feed zugreifen und über die Kamera spionieren)
  • Datenschutz: Keine Verschlüsselung bei der Datenübertragung

#3: Amazon Echo und Amazon Dot

Wie alle smarten Lautsprecher stehen auch Amazons Echo und Echo Dot immer wieder in der Kritik. Zu einfach lässt sich beispielsweise aus Alexa ein Spion machen. Bevor du ein solches Gerät, das ständig mit Kamera und Mikrofon zur Verfügung steht, an andere verschenkst, gibt es ein paar wichtige Fakten, die du über Amazons Alexa und Co. wissen solltest.

  • Spionagepotenzial: Kamera, Mikrofon, Standortbestimmung (Amazon könnte zu viel über dich, deinen Alltag und deine Gewohnheiten lernen)
  • Datenschutz: Teilt Nutzerdaten aus unbekannten Gründen mit Dritten
Video: Amazon Alexa-Satire

#4: Dobby Pocket Drone

Die Dobby Pocket Drone passt, wie der Name schon vermuten lässt, in deine Hosentasche. Sie kann trotz ihrer Größe HD-Videos und 360-Grad-Aufnahmen machen, genauso wie Selfies. Den Minimum-Sicherheitsstandard von Mozilla erfüllt sie allerdings nicht. Zumindest gibt es laut Anti-Ratgeber keine auffindbaren Datenschutzbestimmungen zu dem Gerät.

  • Spionagepotenzial: Kamera, Mikrofon, Standortbestimmung (Videos und andere Aufnahmen könnten leicht von anderen gemacht werden)
  • Datenschutz: Datenschutzbestimmungen anscheinend nicht vorhanden
Video: Dobby Pocket Drone

#5: Parker Teddybär

Sieht niedlich aus, benötigt aber eine App: Der Parker Teddybär wird mit dem Smartphone "scharf" gemacht, zumindest kann die dazugehörige Anwendung das Plüschtier erkennen und eine Art Doktorspiel initiieren, bei dem Kinder sehen können, ob Parker gesund ist. Ein Art Teddy-Tamagotchi.

  • Spionagepotenzial: Kamera (die App nutzt die Kamera des verbundenen Smartphones oder Tablets)
  • Datenschutz: Mangelhafte Datenschutzbestimmungen
Video: Parker Teddybär

#6: Hidrate Spark 2.0-Wasserflasche

Wenn du es gruselig magst, lass dir von einer Wasserflasche die Nachricht schicken, dass du zu wenig getrunken hast. Das Behältnis hat eine eigene App und ist via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Sie erkennt, wie viel du bereits getrunken hast und wie viel noch nötig ist, um dein Tagesziel zu erreichen. Die Flasche lässt sich zudem mit Fitnesstrackern synchronisieren und glüht, wenn du deinem Ziel hinterherhängst.

  • Spionagepotenzial: Standortbestimmung durch die App (permanentes Tracking des Standortes der Wasserflasche, über die App kann das Trinkverhalten deiner Freunde nachvollzogen werden)
  • Datenschutz: Teilt Nutzerdaten aus unbekannten Gründen mit Dritten
Video: Hidrate Spark 2.0-Wasserflasche

#7: Dash, der Roboter

Dash ist eine Art rollender Aufapfel. Das Gerät verbindet sich mit eine Reihe von Apps via Bluetooth und ist dafür gedacht, mit Kindern zu singen, spielen tanzen und programmieren zu lernen.

  • Spionagepotenzial: Mikrofon (Jemand könnte den Kindern beim Spielen zuhören)
  • Datenschutz: Teilt Nutzerdaten aus unbekannten Gründen mit Dritten
Video: Dash, der Roboter

Fazit: Technisches Spielzeug kann selbst für Erwachsene gefährlich werden

Technik zu Weihnachten ist eine feine Sache. Bevor du zu einem solchen Geschenk greifst, solltest du dich allerdings mit der Sicherheitsbestimmungen auseinandersetzen. Nicht, dass du deinen Lieben einen Spion in die Wohnung stellst, der ihre Privatsphäre bloßstellt. Das würde dir andersherum sicherlich auch nicht gefallen.

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