Im März 2019 testete Stiftung Warentest die besten Saugroboter. Leider wurden dabei die Modelle des aufstrebeneden Tech-Konzerns Xioami vernachlässigt, obwohl diese besonders durch ihren Preis zum Kauf verlocken. Wir haben sie uns genauer angesehen und alle Xiaomi Saugroboter im Test verglichen.

Wer mag es nicht, nach einem anstrengenden Tag in ein geputztes Zuhause zu kommen. Saugroboter machen diesen Luxus möglich. Sie saugen das Haus ganz von alleine und sparen dir somit Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Das weiß auch er chinesische Hersteller Xiaomi und hat deshalb drei interessante Saugroboter-Modelle im Sortiment: den Xiaomi Mi Robot, den Xiaomi Roborock, sowie den Xiaomi Roborock S5. Wir haben alle drei Xiaomi Saugroboter einem Test unterworfen.

Ein Mann liegt auf dem Boden und schaut auf seinen Xioami Saugroboter. Wir haben ihn getestet.
Ein Mann liegt auf dem Boden und schaut auf seinen Xioami Saugroboter. Wir haben ihn getestet.
Foto: imago images / Westend61

Xiaomi Saugroboter im Test: Was können sie?

Xiaomi hat drei Modelle an Saugrobotern auf dem Markt: Der Xiaomi Mi Robot Vacuum, der Xiaomi Roborock und der Xiaomi Roborock S5. Preislich liegen die Modelle zwischen 300 bis 415 Euro. Damit sind sie deutlich billiger, als der von Stiftung Warentest gekrönte Testsieger von Vorwerk mit fast 950 Euro. Doch können die Xiaomi Saugroboter im Test auch technisch mithalten?

Xiaomi Saugroboter vs. Vorwerk „Kobold VR300“ Saugroboter

Die Antwort ist: Ja, das können sie. Verschiedene Testseiten haben die Xiaomi Saugroboter getestet und die Saugleistung besonders gelobt und mit der des teuren Vorwerk-Testsiegers verglichen. Beide Anbieter haben ihre Saugroboter mit genug Sensoren ausgestattet, um Räume perfekt abzumessen und Objekte zu erkennen. Damit navigieren sich alle Modelle von Xiaomi im Test problemlos durch deine Wohnung. Auch die Steuerung ist per App kinderleicht. Da beide Modelle wirklich gut sind, hier eine kleine Übersicht an Extra-Gadgets:

Pluspunkte für die Xiaomi Saugroboter im Test:

  • Hat eine Wischfunktion für glatte Böden
  • Kleinere Ladestation
  • Akku hält länger (bis zu 2,5 Stunden)
  • Leiser mit 55 bis 60 Dezibel

Pluspunkte für den Vorwerk „Kobold VR300“ im Test

  • Ist knapp einen Zentimeter kleiner und passt so unter mehr Möbel
  • Das Staubfach kann mit Staubsauger geleert werden
  • Eingebauter Tragegriff
  • Ladestation hat ein Kabelversteck und beugt Kabelsalat vor
  • Längeres Kabel an der Ladestation
  • Kann über Türschwellen steigen
  • Kommt durch seine eckige Form besser in Ecken
  • Kann über Alexa gesteuert werden
  • Einfacher Zugriff auf Ersatzteile
  • Manuelle Fernbedienung

Wie du siehst, kann der Roborock von Xiaomi im Vergleich mit dem Vorwerk „Kobold VR300“ im Test durchaus mithalten was die Leistung betrifft. Das Vorwerk-Modell hat allerdings viele kleine Extra-Funktionen, die das Xiaomi-Modell so nicht bietet. Hier musst du entscheiden, welcher Saugroboter besser zu deiner Wohnung passt.

Wenn du zum Beispiel in deiner Altbau-Wohnung mit vielen Dielen lebst, vielleicht sogar über mehrere Stockwerke verteilt lebst und über Sprache steuern willst, dann solltest du zum Vorwerk Saugroboter greifen. Ansonsten sind die Xiaomi Saugroboter auch im Test noch eine super Alternative und überzeugen besonders durch den Preis.

Xiaomi Mi oder Roborock: Welcher Xiaomi Saugroboter passt zu dir?

Wenn dich Preis und Leistung der Xiaomi-Modelle überzeugen, dann helfen wir dir hier den richtigen Saugroboter für dich zu finden. Lasse dich übrigens nicht verwirren, dass der Roborock oft nicht als Xiaomi-Produkt gelistet wird. Da er eine Kooperation von Roborock und Xiaomi ist, führt er meist Roborock als Hersteller. Er gehört aber trotzdem auch zu Xiaomi. Wir haben alle Xiaomi Saugroboter verglichen:

#1 Der Xiaomi Roborock S5 (2. Generation)

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Das neueste Modell von Roborock und Xiaomi kann zusätzlich wischen und hat auch einen Teppich-Modus. Er kann bis zu zwei Zentimeter hohe Hindernisse überqueren und wiegt nur 4,5 Kilogramm. Er ist 55 Dezibel leise und fasst 480 Milliliter Staub. Für diese Verbesserungen kostet er auch etwas mehr, nämlich knapp 400 Euro.

#2 Der Xiaomi Roborock (1. Generation)

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Der Xiaomi Roborock der ersten Generation kann sich ebenfalls sehen lassen und verfügt über alle Funktionen, die auch der Roborock S5 hat. Allerdings kann er nicht im gleichen Lauf wischen und saugen,sondern nur eins pro Reinigungsrundgang. Die Saugkraft und der Akku sind etwas geringer. Derzeit kostet auch er noch knapp 400 Euro, was eher zur Anschaffung der S5 Generation rät.

#3 Der Xiaomi Mi Robot Vacuum

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Das erste Modell von Xiaomi kann knapp 420 Milliliter an Dreck fassen und ist damit nur knapp hinter den neueren Modellen. Dafür ist er noch fast doppelt so schwer mit 6,5 Kilogramm. Mit 66 Dezibel ist er, obwohl immer noch recht leise, der lauteste Roboter unter den Xiaomi Saugrobtern im Vergleich. Er kann noch nicht wischen und überwindet Hindernisse bis 1,5 Zentimeter problemlos. Der Xiaomi Mi Robot Vacuum ist bereits ab 300 Euro erhältlich.

Darauf solltest du noch achten, wenn du einen Xiaomi Saugroboter verwendest

Xiaomi ist ein chinesischer Konzern, der im Verdacht steht Daten weiterzuverarbeiten und weiterzugeben. Zwar konnten diese Vorwürfe nicht bewiesen werden, allerdings solltest du trotzdem vorsichtig sein, wenn du die getesteten Xiaomi Saugroboter benutzt. Auch der vor dem chinesischen Konzern Huawei wird gewarnt. Mit diesen Tipps brauchst du dir um Datensicherheit keine Sorgen machen:

  • Nutze die „Mi Home“-App nur zum Einrichten und deinstallieren sie danach wieder. Du brauchst sie nicht zum normalen Gebrauch und so kann sie keine Daten sammeln.
  • Logge dich nicht mit dem Gerät in dein privates WLAN ein.
  • Lege eine extra E-Mailadresse für die Einrichtung an. Nutze dafür nicht deine private oder berufliche E-Mailadresse.

Der Saugroboter-Test verrät: Die Xiaomi Saugroboter können so einiges

Die drei im Test vorgestellten Saugroboter-Modell von Xiaomi können sich also definitv sehen lassen. Die Preise sind stark und die dafür erworbene Leistung ist auch nicht von schlechten Eltern. Auch gegen den Stiftung Warentest Testsieger von Vorwerk können sich die chinesischen Produkte gut behaupten.

Ein intelligentes Zuhause ist ja schön und gut, aber eben auch ein bisschen gruselig. Hat uns George Orwells Zukunftsdystopie „1984“ eingeholt? Außerdem:so praktisch die Staubsaugerroboter auch sind, sie haben immer noch Luft nach oben, wie dieser Hundebesitzer auf unschöne Weise erfahren durfte. Daneben weisen manche der Staubsaugerroboter klaffende Sicherheitslückenauf, wie Forscher herausfanden.

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