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Vorsicht bei Billig-Gadgets aus dem Netz! So kaufst du sicherer bei Alibaba, Wish & Co.

Onlineshops wie Wish oder Alibaba locken mit Schnäppchenpreisen. Doch oft lauern schlechte Qualität und gefälschte Produkte.
Onlineshops wie Wish oder Alibaba locken mit Schnäppchenpreisen. Doch oft lauern schlechte Qualität und gefälschte Produkte.
Foto: imago images / Deutzmann
Onlineshops wie Alibaba, Wish und Co. wirken wie ein Paradies für Technikfreunde. Doch nicht immer verstecken sich hinter den vermeintlichen Schnäppchen auch gute Produkte.

Schöne, neue Technikwelt. Nie war es so einfach, Gadgets über das Netz aus Asien zu bestellen. Deutsche Verbraucher staunen nicht schlecht, wenn sie die teils absurd niedrigen Preise bei Onlineshops wie Wish oder Alibaba sehen. Oftmals bekommen Kunden jedoch nicht die Qualität geliefert, die sie sich erhofft hatten. Welche Fallen gibt es bei den Billig-Gadgets und worauf solltest du bei einer Bestellung achten? Wir sagen es dir.

Onlineshopping bei Wish, Alibaba & Co.

Egal ob Fernseher, Digitalkamera, Smartwatch oder Smartphone – Onlineshops wie Wish haben nahezu alle Techniktrends im Angebot. Dabei überbieten die Plattformen sich regelmäßig gegenseitig mit den niedrigsten Preisen. Die Kunden freut es. Die nehmen dafür auch gerne lange Lieferzeiten und schlechten Kundenservice in Kauf. Doch gibt es noch weitere Haken beim Schnäppchenkauf im Netz?

#1: Vorsicht vor schädlicher Software

Marken wie Doogee, Cherry Mobile oder Cubot sagen den meisten Verbrauchern hierzulande nichts. Und dennoch erfreuen sich Smartphones dieser chinesischen Marken auf Schnäppchen-Plattformen wie Alibaba und Wish großer Beliebtheut. Der Grund – die Geräte werden zu echten Ramschpreise verkauft. Und das wohl auch aus gutem Grund. Denn Experten warnen vor solchen Geräten. So wurden erst kürzlich auf mehr als 40 chinesischen Handys Trojaner gefunden, die ab Werk auf den Geräten installiert gewesen sind, wie Computer Bild berichtet.

Doch auch seriöse Anbieter wie Amazon sind nicht vor derartigen Geräten geschützt, die infizierten Handys sind auch über diese Plattform verkauft worden, wie die Seite weiter schreibt. Potentiell können auch Laptops und Tablets von dem Problem betroffen sein.

#2 Vorsicht vor Fälschungen

Fälschungen gehören in der Technikwelt irgendwie dazu. Es scheint beinahe kein erfolgreiches Produkt zu geben, das nicht von dem Problem betroffen ist. Besonders ärgerlich wird eine Fälschung für Verbraucher dann, wenn sie unwissentlich eine solche beim Onlineshopping erstanden haben. Die Kollegen von Computer Bild berichten etwa über die sogenannten "iEarphones". Wie der Name schon ungefähr erahnen lässt, handelt es sich dabei um einen Klon der beliebten AirPods von Apple.

Doch während die kabellosen Kopfhörer aus Cupertino mindestens 180 Euro kosten, werden für den China-Klon nur schlappe 40 Euro fällig. Das Urteil der Tester jedoch fällt vernichtend aus. Nicht nur, dass die Kopfhörer aufgrund ihrer klobigen Abmessungen permanent aus den Ohren rutschten – auch der Sound, wohl das wichtigste Merkmal eines guten Kopfhörers, ist obendrein nicht zu gebrauchen.

Achte auf den Preis

Achte also beim Onlinekauf immer darauf, dass der Preis für ein brandneues Produkt nicht zu stark vom Preis des Herstellers abweicht. Kopfhörer, die eigentlich 180 Euro kosten, soll es für 40 Euro geben? Bei diesem Angebot kann etwas nicht stimmen. Bei derartigen Differenzen kannst du davon ausgehen, dass du es mit einer Fälschung zu tun hast.

Schwieriger Umtausch

Laut EU-Recht kannst du Ware, die du online bestellt hast, binnen 30 Tagen reklamieren. Ist die Ware also beschädigt oder du bist mit der Qualität unzufrieden, ist das eigentlich kein Problem. Da sich Anbieter wie Wish und Alibaba jedoch in China befinden, kann sich die Kommunikation mit den Unternehmen teilweise als recht umständlich entpuppen. Übrigens: Reklamierst du bei Wish zu viele Produkte, sperrt der Anbieter dir kurzerhand den Zugang. Kundenservice sieht anders aus.

#3: Behalte Versandkosten und Steuern im Blick

Lass dich nicht von den Schnäppchenpreisen ablenken. Da etwa Wish nur als Vermittler auftritt und selbst keines der bestellten Produkte versendet, berechnet dir jeder Shop, von dem du über die Seite bestellst, separate Versanskosten. Das kann schnell teuer werden.

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Darüber hinaus solltest du auch immer bedenken, dass Wish dir lediglich die Kosten für den Artikel und den Versand anzeigt. Steuern, die gegebenenfalls für deine Bestellung anfallen, sind darin noch nicht enthalten. Der Zoll kann bis zu 20 Prozent des Kaufpreises als Einfuhrgebühr verlangen – da wird aus einem vermeintlichen Schnäppchen recht schnell ein ziemlich teurer Spaß.

Fazit: Augen auf beim Schnäppchenkauf

Onlineshopping kann Spaß machen und ist bequem. Oftmals kann man dabei auch noch bares Geld sparen. Kaufst du jedoch bei Onlineshops wie Wish oder Alibaba ein, solltest du vorsichtig sein. Die Qualität der Produkte lässt häufig zu wünschen übrig. Auch kann es passieren, dass du 30 Tage oder noch länger auf deine Produkte wartest. Es kommt auch vor, dass die bestellte Ware gar nicht eintrifft – dein Geld ist dann weg.

Achte also darauf, welche Produkte du bestellst und sei skeptisch, wenn der Preis für ein vermeintliches Markenprodukt zu niedrig ist. Habe außerdem die Versandkosten sowie eventuell anfallende Einfuhrgebühren im Auge – damit aus dem Schnäppchenkauf nicht schnell ein Frustkauf wird. Das günstig nicht immer gleich schlecht bedeutet, zeigen übrigens diese drei Smartphones von Xiaomi.

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