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iPhone 12: Hat Apple bei wichtigem Zubehör gelogen?

Mit dem iPhone 12 könnte Apple Kunden enttäuschen.
Mit dem iPhone 12 könnte Apple Kunden enttäuschen.
Foto: imago images / ZUMA Wire
Kunden des iPhone 12 sehen sich einen anderen Standard gegenüber was Zubehör betrifft, als es noch beim iPhone 11 der Fall war. Apples Begründung dafür irritiert inzwischen jedoch.

Das iPhone 12 wurde sehnlichst von Apple-Fans erwartet, kam aber mit einer Neuerung, die viele wahrscheinlich nicht erfreut hat. Dass diese nötig ist, konnte das Unternehmen damals noch nachvollziehbar begründen, nun jedoch zeigt Apple ein Verhalten, das dem zu widersprechen scheint. Manche Kunden könnten sich dadurch getäuscht fühlen.

Apples iPhone 12: Umwelt vs. Verkaufszahlen?

Schon im Juni 2020 wurde spekuliert, dass Apple beim iPhone 12 auf Ladegerät und Kopfhörer verzichtet. Mit dem Release des neuen Smartphones bestätigte sich diese Annahme dann endgültig. Der Grund, den Apple für den Verzicht des gewohnten Zubehörs angab, klang verständlich: Umweltschutz. Da es bereits so viele Ladegeräte gäbe, würden neue oft nicht benutzt.

Im Vordergrund stand dem Konzern zufolge unter anderem die Reduktion von CO2-Emissionen. Gerade in diesem Punkt scheint der Konzern aber laut dem US-Fachmagazin "The Information" seinen eigenem Vorhaben nicht ganz treu zu sein. Zumindest hat es einen Beigeschmack, dass Apple leere Kartons für iPads per Flugzeug nach China verfrachtet haben soll, die dort aufgrund der großen Nachfrage nach den Tablets knapp geworden waren. Dazu mussten zudem Frachtflugzeuge gechartert werden, da die Ladekapazitäten im Passagierflugverkehr durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie wohl nicht zur Verfügung gestanden hatten.

Einflüsse der Corona-Pandemie

Auch andere Transportlösungen werden von The Information aufgezeigt, die mindestens darüber nachdenken lassen, wie ernst es Apple mit seiner Umweltliebe wirklich nimmt. Auf der anderen Seite sind die alternativen Logistikwege auch dadurch begründet, dass die Corona-Pandemie zahlreiche Grenzen setzt, was gewohnte Transportabläufe betrifft. Selbst ein Weltkonzern muss in solchen Situationen erfinderisch werden.

Ob jede Entscheidung dazu richtig war, was CO2-Emissionen betrifft, sei dahingestellt. Umweltbewusste Kunden von Apple, die das iPhone 12 mit gutem ökologischen Gewissen gekauft haben, könnte zumindest die Verfrachtung leerer Kartons per Flugzeug verurteilen.

Dennoch setzt Apple schon seit Jahren auf ausgedehnte Umweltmaßnahmen, hinter denen durchaus gute Ideen stecken. Schon der verstorbene Steve Jobs plante, den Konzern irgendwann nur noch mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Bereits 2018 konnte Apple verkünden, dass alle Läden, Büros und Daten-Center weltweit mit Ökostrom betrieben werden, wie das Handelsblatt damals berichtete. In Bezug auf das iPhone 12 sollen dagegen die Kartone kleiner geworden sein, damit beim Transport der Geräte mehr in eine Ladung passen. Für das aktuelle Apple-Smartphone spricht indes aber auch eine neuen Funktion. Per Apple Watch lässt sich das iPhone 12 entsperren, sodass Gesichtsmasken kein Problem mehr darstellen.

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