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Für Trump-Fans: Vermeintlich sicheres "Freedom Phone" als Mogelpackung entlarvt

Erik Finman präsentiert das Umidigi A9 Pro als eigenes "Freedom Phone"
Erik Finman präsentiert das Umidigi A9 Pro als eigenes "Freedom Phone"
Foto: Getty Images/SimpleImages/Umidigi
Artikel von: Philipp Rall
Beworben wurde das Freedom Phone als in Hongkong mit "besonders sicheren" Bauteilen gefertigtes Smartpone. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Billig-Handy aus China.

Als Anhänger des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wollte der Unternehmer Erik Finman mit seinem Freedom Phone vornehmlich Gleichgesinnte ansprechen. Das "spezielle" Smartphone sollte sich an wahre Patriot:innen richten. Tatsächlich handelte es sich dabei aber um ein in China produziertes Billig-Handy, genauer das Umidigi A9 Pro.

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Freedom Phone: "Jüngster Bitcoin-Millionär" wider die Zensur?

Unter radikaleren Supporter:innen von Trump, insbesondere Mitglieder:innen der von Verschwörungserzählungen geprägten QAnon-Bewegung, ist die vermeintliche routinemäßige Zensur durch Tech-Konzerne Konsens. Vor allem die Sperrung von Donald Trumps Facebook- und Twitter-Konten sahen viele von ihnen als Bestätigung dieser Idee. Das vermeintliche Freedom Phone sollte ebendies verhindern.

Der 22-jährige Finman nutzte die Frustration der Menschen, um als "jüngster Bitcoin-Millionär" in das resultierende Geschäft einzusteigen. Beim Freedom Phone handele es sich um "das erste Telefon, das Ihre Redefreiheit und Freiheit garantiert", versprach er. Es sei außerdem seine Schöpfung. Das Problem: Tatsächlich handelt es sich bei dem "speziellen" Smartphone A.V. Club zufolge um das Umidigi A9 Pro, ein Billig-Handy aus China.

YouTube-Video: Freedom Phone

Billig-Handy mit Fake-Store

Das Gerät soll von Haus aus mit einigen der umstrittensten konservativen Apps ausgestattet sein. Viele von ihnen wurden bereits aus den App-Stores von Apple und Google entfernt. Gründe dafür waren mitunter die Verbreitung von Falschinformationen und vergleichbare Verstöße gegen die Richtlinien der Plattformen. Im PatriApp Store soll allerdings keine einzige App gelöscht werden.

Übrigens handelt es sich auch dabei nicht um ein hauseigenes Produkt. Vielmehr haben sich die Entwickler:innen offenbar den Aurora Store vorgenommen und diesem einen neuen Anstrich verpasst.

Zusammengefasst handelt es sich beim vermeintlichen Freedom Phone also um ein Billig-Handy, das Kund:innen aber knapp 500 US-Dollar (gut 350 USD über seinem eigentlichen Preis) kosten soll. Darüber hinaus soll dem Umidigi A9 Pro ein gefälschter App-Store mitgegeben werden, um Menschen nach Gusto mit Falschinformationen zu versorgen.

Quelle: A.V. Club

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