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Neptun Planet: Die 5 wichtigsten Fakten

Sterngucker:innen aufgepasst: Hast du schonmal den hellblauen Planeten Neptun am Himmel gesehen? Nein? Unter diesen 5 wichtigsten Fakten zu diesem Planeten erfährst du wieso.

Planet Neptun © Imago Images / UIG

Wer am Himmel nach dem hellblauen Riesenplaneten Neptun sucht, der hat sich auf eine endlose Suche begeben. Der Neptun ist nämlich der einzige Planet des Sonnensystems, der nicht mit bloßem Auge von der Erde aus erkennbar ist. Doch das ist nicht seine einzige Besonderheit.

1. Einer der Größten im Sonnensystem

Was einen Riesenplaneten ausmacht ist, dass er um ein Vielfaches größer als die Erde ist. Diese Art von Planeten sind besonders, weil es in unserem Sonnensystem nur vier von ihnen gibt:

Das sind Jupiter, Saturn und Uranus. Und der Neptun ist auch einer davon.

Sein Durchmesser beträgt knapp 50.000 Kilometer. Das ist der vierfache Durchmesser der Erde. Außerdem hat der Neptun auch ein ca. 58-fach größeres Volumen als diese. Diese gewaltige Größe kann man sich kaum vorstellen.

Symbolbild Vergleich von Neptun und Erde, Credits: Imago Images / Photo 12

2. So groß, doch nicht mit bloßem Auge erkennbar

Obwohl der Neptun einer der größten Planeten des Sonnensystems ist, kann man ihn als einzigen Planeten unter freiem Himmel nicht mit bloßem Auge erkennen. Das veranlasst einen natürlich zu grübeln.

Doch steckt eine einfache Erklärung dahinter:

Planeten reflektieren das Licht der Sonne und sind somit von der Erde aus sichtbar.

Der Neptun steht allerdings an äußerster Stelle unseres Sonnensystems und ist somit am weitesten von der Sonne entfernt. Hinzu kommt, dass sein Rückstrahlvermögen, auch Albedo genannt, sehr gering ist. Aus diesem Grund ist er auch erst im Jahre 1846 entdeckt worden: durch die richtigen Hilfsmittel.

Beobachtungstipp:

Wenn du den Neptun am Sternenhimmel sehen willst, solltest du dies im Herbst oder Winter tun. Der Planet ist dann am besten zu sehen, weil er sich in dem Wassermann-Sternbild, das im Herbst und Winter zu sehen ist, befindet. Außerdem brauchst du unbedingt ein Fernglas oder ein Teleskop, um nach der blauen Murmel Ausschau zu halten.

3. Der „Eisriese“

Als Eisriese ist der Neptun ein besonderer Riesenplanet: Nur Riesenplaneten, die hauptsächlich aus chemischen Verbindungen wie z. B. Wasserstoff, Ammoniak oder Methan bestehen, werden als solche bezeichnet. Zusammen mit dem Planeten Uranus ist der Neptun der einzige bekannte Eisriese im ganzen Sonnensystem.

Doch das weitaus erstaunlichere daran ist, dass der Neptun eben nicht, wie der Name vermuten lässt, aus Eis besteht. Der Großteil des Materials liegt auf diesem Planeten sowohl in flüssigem als auch in gasförmigem Zustand zugleich vor.

4. Neptun hält den Windstärken-Rekord

Aufgrund außergewöhnlicher Wetter-Phänomene wie z. B. dem Diamantenregen, lässt sich nicht leugnen, dass es Jahreszeiten auf dem Neptun gibt. Außerdem gibt es auf dem Planeten Windstärken, die Höchstwerte von 2100 km/h erreichen können. Dabei handelt es sich um die höchste Windgeschwindigkeit, die jemals in unserem Sonnensystem gemessen wurde.

Diese Spitzenwerte werden durch die fehlende Sonnenenergie auf dem Neptun möglich. Die Energie wird nämlich benötigt, um die Winde abzubremsen. Deswegen gibt es dort auch viele Stürme, die in etwa so aussehen:

Symbolbild eines Sturm auf dem Neptun, Credits: Imago Images / Leemage

5. Neptuns Mond Neso: Eine einzigartige Umlaufszeit

Neptun besitzt im Verglich zu den anderen Riesenplaneten wenige Monde.

Doch einer von ihnen weist ein Alleinstellungsmerkmal auf:

Neso ist der äußerste bekannte Mond des Neptuns. Damit hat er die längste und größte Umlaufbahn aller Monde im Sonnensystem.

Somit benötigt er für einen Umlauf um den Neptun mehr als doppelt so viel Zeit wie der Riesenplanet Jupiter für einen Umlauf um die Sonne.

Quellen: Br-online, eigene Recherche

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