Dani Clode ist ursprünglich aus Neuseeland und studiert am Londoner Royal College of Art (RCA). Sie hat ein Gerät entwickelt, das Menschen mit einem dritten Daumen ausstattet.

Unter Prothese verstehe man ihr zufolge heute in der Regel etwas, das ein „fehlendes, amputiertes oder unvollständig ausgebildetes Körperteil ersetzt“. Gegenüber Dezeen erklärt Clode, dem Wort eine neue Bedeutung geben zu wollen. Ursprünglich bedeute der Begriff, etwas hinzuzufügen und genau hier setzt Clode an: „Der dritte Daumen wurde von dieser Wortherkunft inspiriert“, so Clode. Prothesen sollen demnach Erweiterungen und Ergänzungen für den Körper sein.

Der neue Finger wird mit dem Fuß gesteuert

Das Konzept hinter dem Daumen ist ausgeklügelt: Der Träger schnallt ihn sich an die Hand und kontrolliert ihn mit seinem Fuß. Dort befindet sich ein Drucksensor, mit dessen Hilfe die Bewegungen gesteuert werden. Verbunden ist der Sensor mit dem Daumen per Bluetooth.

Was theoretisch eher mühsam klingt, sei laut Clode in der Praxis einfach. Man müsse sich nur daran gewöhnen, dann sei es vergleichbar mit dem Lenken eines Autos und dem gleichzeitigen Beschleunigen oder Bremsen.

Ob aus dem Prototypen jemals ein kommerzielles Produkt wird, ist aktuell noch nicht abschätzbar, Pläne wurden keine bekannt gegeben.

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