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Forscher entschlüsselt angeblich Voynich-Manuskript

Das Voynich-Manuskript wurde auf Grundlage eines unbekannten Alphabets verfasst, auch die verwendete Sprache ist bisher nicht entschlüsselt.
Das Voynich-Manuskript wurde auf Grundlage eines unbekannten Alphabets verfasst, auch die verwendete Sprache ist bisher nicht entschlüsselt.
Foto: APA/AFP/CESAR MANSO
Das Rätsel hinter einem der geheimnisvollsten Schriftstücke der Geschichte ist angeblich gelöst. Ein Historiker behauptet, das Manuskript sei ein Gesundheitsratgeber für Frauen

Mehr als 200 eng beschriebene Seiten in einer unbekannten oder verschlüsselten Sprache, mit ausklappbaren Karten Zeichnungen von Pflanzen, nackten Frauen und Sternbildern - das ist das Voynich-Manuskript. Benannt wurde es nach dem Antiquar Wilfrid Voynich, der das vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammende Manuskript 1912 italienischen Jesuiten abkaufte. Bei dem Manuskript handelt es sich um eines der rätselhaftesten Schriftstücke der Welt, der Sinn hinter der Ansammlung von unverständlichem Text, Zeichnungen und astronomischen Tafeln blieb bislang verborgen. Nun will der Historiker und TV-Autor Nicholas Gibbs das geheimnisvolle Papier entschlüsselt haben, wie er im „Times Literary Supplement“ schreibt.

Die Lösung des Rätsels nimmt sich profan aus. Laut Gibbs handelt es sich bei dem Schriftstück um einen Gesundheitsleitfaden für Frauen, der zumeist aus anderen Quellen aus der Zeit plagiiert wurde.

Manuskript wurde digitalisiert

Bei der Entschlüsselung hat Gibbs laut Ars Technica geholfen, dass das komplette Manuskript von der Beinecke Library in Yale digitalisiert wurde. Gibbs konnte sich so den Details ausgiebig widmen und entdeckte bald mittelalterliche lateinische Abkürzungen, die er auch aus anderen medizinischen Schriftstücken der Zeit kannte.

Manuskript ist teilweises Plagiat

Durch den Vergleich mit anderen mittelalterlichen Texten merkte der Wissenschaftler bald, dass viele der in dem Schriftstück verzeichneten Texte und Bilder plagiiert waren. Das war im Mittelalter keine unübliche Praxis, da vor der Erfindung des Buchdrucks auf diese Art Wissen weitergegeben wurde.

Das Wissen, dass es sich bei dem Schriftstück um ein medizinisches Buch handelt, half Gibbs auch, die Bilder von Pflanzen und badenden nackten Frauen einzuordnen. Bäder galten in der Zeit laut Gibbs als Medizin. Auch die in dem Manuskript häufig vorkommenden Tierkreiszeichen ergeben vor diesem Hintergrund Sinn. Bestimmten astrologischen Zeichen wurde eine Verstärkung der Heilkraft zugeschrieben. Laut Gibbs handelt es sich bei dem Manuskript um ein Kompendium medizinischer Methoden für Frauen, das möglichweise für eine einzelne Person zusammengestellt wurde.

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