Ein US-Forscher der Universität Albany will Smartphone-Besitzer künftig anhand von Schweiß erkennen. Dieses biometrische Verfahren könnte die als unsicher kritisierten Fingerabdruck- und Gesichts-Scanner ablösen. Laut Jan Halámek, dem Forscher hinter dem Projekt, können Menschen eindeutig anhand der Konzentration der Aminosäuren in ihrem Schweiß identifiziert werden.

„Nahezu unknackbar“

„Schweiß kann nicht so einfach von möglichen Angreifern nachgemacht oder imitiert werden. Es ist nahezu unknackbar“, sagt Halámek gegenüber Phys.org. Doch während bei einem Fingerabdruck oder Gesicht meist die erforderlichen Profile bereits nach kurzer Zeit vorhanden sind, wäre Schweiß mit einer längeren Lernphase verbunden. Denn die Zusammensetzung hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab, seien es nun die Situation, in der sich der Nutzer gerade befindet, Geschlecht, Alter, Gesundheit oder Tageszeit. Diese müsste das System über eine längere Phase kennenlernen, um den Nutzer eindeutig identifizieren zu können.

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Erfolgreicher Test im Labor

Die Erkennung wäre aber nahezu nahtlos, der Nutzer identifiziert sich allein durch das Halten des Gadgets. Das könnte auch Menschen mit Behinderungen helfen, die beispielsweise die oftmals ungewöhnlich platzierten Fingerabdrucksensoren nicht ohne Hilfe erreichen können. Halámek konnte die Methode bereits erfolgreich im Labor testen, nun sucht er nach Partnern, um die Erkennung in einem echten Gerät zu überprüfen. Die Methode soll zudem auch in der Forensik zum Einsatz kommen, um Verdächtige anhand von Biomarkern zu identifizieren.

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