Apple I war der erste Personal Computer der Welt. Er kam 1976 auf den Markt und kostete einen Verbraucher damals 666,66 US-Dollar. Allerdings kaufte man damit nur die Platine. Der Apple Computer kam als eine Art Bausatz daher, bei dem jedes Einzelteil, wie Gehäuse, Biidschirm und Tatstatur separat und gegen Aufgeld erworben werden musste. Heute kaum vorstellbar.

Apple I war eine Art Set zum Basteln

Dazu wurden dem Nutzer auch Computer-Grundkenntnisse abverlangt, um den Apple I überhaupt nutzen zu können. Die Platine liess sich dazu an den Fernseher anschließen, so dass zumindest ein Monitor vorhanden war. Wer darüber hinaus BASIC beherrschte, konnte Programme schreiben und diese über ein (selbst) angeschlossenes Kassetten-Interface speichern.

Wer das seltene Gerät heute sein Eigen nennen wollen würde, müsste tief in die Tasche greifen. Für rund 780.000 Euro wechselte eines dieser Geräte vor drei Jahren bei einer Auktion des Henry Ford Museums den Besitzer.

Der Apple I im Deutschen Museum

In München kann der Apple I dank einer Dauerleihgabe von Achim Baqué ab Dezember ausgestellt werden. Der Informatiker konnte sein Exemplar für ebenso stattliche 236.000 US-Dollar bei eBay ersteigern.

Baqué sagte gegenüber Macwelt, dass es sich beim Apple I um „den heiligen Gral der Computerwelt“ handele. Es sei „einer der bedeutsamsten Computer, den man besitzen kann“. Der Informatiker ist davon überzeugt, dass Gegenstände wie dieser in den kommenden Jahrzehnten oder Jahrhunderten deutlich an Bedeutung steigen werden, zum Beispiel gegenüber Auomobilen, weil sie auch heute noch so großen Einfluss auf unser Leben haben.

Die Apple-Sammlung in München wächst

Im Deutschen Museum in München wird der Apple I ab Dezember ausgestellt werden (http://www.deutsches-museum.de/presse/presse-2017/apple-1/). Damit reiht er sich in die bereits vorhandenene Sammlung ein, die unter anderem den ersten Apple Macintosh-Rechner enthält, der 1985 laut Deutschem Museum „von Steve Jobs persönlich vorbeigebracht“ wurde.

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