Samsungs Advanced Institute of Technology hat eine neue Akku-Technologie entwickelt, die fünf Mal so schnell geladen werden und 45 Prozent mehr Kapazität aufweisen kann als bisherige Lithium-Ionen-Akkus. Ein herkömmlicher Akku könnte so binnen zwölf Minuten statt einer Stunde vollständig geladen werden. Dazu setzt Samsung auf „Graphen-Bälle“ statt Siliziumbahnen, die den Ladestrom bis zu 140 Mal schneller in den Akku befördern sollen. Das geht aus einem in der Fachzeitschrift Nature publizierten Artikel hervor.

Samsung-Akkus wären auch für Elektroautos nützlich

Derartig hohe Ladegeschwindigkeiten sorgen üblicherweise für hohe Hitzeentwicklung und können meist nur für kurze Zeit ermöglicht werden. Laut Samsung konnte aber eine stabile und sichere Temperatur von 60 Grad Celsius gewährleistet werden, wodurch sich die Technologie auch für den Einsatz in Elektroautos eignen würde. Auch die Lebensdauer der Akkus werde von der hohen Belastung nicht beeinflusst. Nach 500 Ladezyklen weist der Akku immer noch 78,6 Prozent der ursprünglichen Kapazität auf.

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Ruf von Samsung durch brennende Akkus beschädigt

Der Konzern hat in den USA und Südkorea entsprechende Patente beantragt, gibt aber noch keinen Ausblick darauf, ab wann die Technologie erstmals zum Einsatz kommen könnte. Samsungs Tochterunternehmen SDI ist einer der größten Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus. Der Skandal rund um das Samsung-Smartphone Galaxy Note 7, dessen Akkus plötzlich Feuer fingen, dürfte aber den Ruf des Herstellers nachhaltig geschädigt haben.

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