40 Jahre lang ist die Raumsonde Voyager 1 jetzt bereits unterwegs, um den Weltraum zu erkunden. Da die Antriebsdüsen seit einigen Jahren bereits Schwächeerscheinungen zeigten, überlegten Wissenschaftler, wie sie der Sonde von der Erde aus helfen könnten. Nach jahrelanger Forschungsarbeit gelang es den NASA-Mitarbeitern jetzt, vier Backup-Antriebsdüsen zu aktivieren, die 37 Jahre lang nicht verwendet wurden.

21 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt

Voyager ist derzeit das einzige von Menschenhand erschaffene Fluggerät, das sich im interstellaren Raum befindet. Das Raumschiff ist rund 21 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und muss seine Antenne immer wieder so ausrichten, dass es mit der Erde kommunizieren kann. Um die jahrezehntelang ungenützten Düsen benutzen zu können, mussten sich die Wissenschaftler durch Aufzeichnungen längst ad acta gelegter Programmiersprachen wühlen und neuen Code zum Testen schreiben.

Zur Überraschung der Forscher klappten die Experimente einwandfrei. Am 28.11. wurden die Düsenantriebe, die sich jeweils nur für Millisekunden einschalten, um die Position der Raumsonde zu justieren, aktiviert. Da sämtliche Tests ohne Probleme verliefen, will die NASA die vier Backup-Düsen ab Anfang 2018 permanent verwenden. Auch bei Voyager 2, das in einigen Jahren den interstellaren Raum erreichen soll, überlegt man, diese Zusatzdüsen zu aktivieren.

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Backup-Düsen verlängert die Mission

Auf das Signal, ob die Aktion erfolgreich war, mussten die Wissenschaftler übrigens lange warten. 19 Stunden und 35 Minuten dauerte es, bis die Testresultate von Discovery 1 wieder zurück an die Erde gesendet und von einer Antenne aufgeschnappt werden konnten. Die Nutzung der Backup-Düsen wird die Mission der Raumsonde um einige Jahre verlängern, sind sich die NASA-Forscher einig.

Dieser Artikel erschien zuerst auf futurezone.at.

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