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Neue Clips von Atombomben-Tests sind online

Erneut wurden ehemals geheime Videos von Atomwaffen-Tests bei YouTube hochgeladen. Von einem US-Institut aufbereitet sollen sie so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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Die Atombomben-Clips sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Foto: imago

Die fürchterliche Zerstörungskraft von Atombomben ist auf Zehntausend bisher unter Verschluss gehaltenen Videoclips der US-Regierung dokumentiert. Das mit der Restaurierung und wissenschaftlichen Untersuchung der Filme beauftragte Forschungsinstitut Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) veröffentlichte weitere 62 Filme, nachdem bereits im März 60 Clips von Atombombentests der Öffentlichkeit auf YouTube zur Verfügung gestellt wurden.

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Neue Atombombentests am Computer

Der Nuklear-Waffenspezialist Gregg Spriggs ackert sich derzeit durch Tausende Clips von Atombombentests durch. Zum einen sollen die auf Film erhaltenen Aufnahmen digitalisiert werden, bevor das ursprüngliche Material unbrauchbar wird. Zum anderen will man die damals manuell gemachten Testresultate auf ihre wissenschaftliche Genauigkeit überprüfen. Spriggs hatte anhand von ausgeklügelten Computersimulationen festgestellt, dass die damals gesammelten Daten Messfehler von 20 bis 30 Prozent beinhalteten.

Über die vorhandenen Videos können die Wissenschaftler ihre Simulationsmodelle überprüfen und letztlich auch die Messwerte der damaligen Tests korrigieren. „Das sind zerstörerische Waffen und ich hoffe, dass sie nie wieder in einem Krieg zum Einsatz kommen“, wird Spriggs in der Mitteilung des Instituts zitiert. Gleichzeitig weist der Wissenschaftler darauf hin, dass das Atomwaffen-Arsenal eine effektive Abschreckung sei. Um den Vorrat an Waffen richtig einzuschätzen, sei es unerlässlich, die genauen Daten zu kennen.

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