Die Weltraumstrategie der USA setzt, aus Mangel an öffentlichen Geldern, in Zukunft verstärkt auf private Dienstleister, deren populärster derzeit wohl SpaceX, das Unternehmen von Tesla-Gründer Elon Musk, ist. Die „langfristige Erforschung und Nutzung des Mondes“ erhält vor diesem Hintergrund eine neue Bedeutung, wie Quartz berichtet. Im All gelten derzeit keine Gesetze, die die Ausnutzung von Ressourcen regeln würden. Das Weltraumabkommen von 1967 regelt lediglich, wie Missionen von Ländern geführt werden sollen.

Kein globales Gemeingut

Berater von US-Präsiden Trump konkretisieren die Idee, den Kapitalismus ins Weltall zu bringen. „Man kann es nicht oft genug sagen: Der Weltraum ist kein ‚globales Gemeingut‘, nicht das ‚gemeinsame Erbe der Menschheit‘ und auch kein öffentliches Gut. Diese Formulierungen stehen nicht im Weltraumabkommen und die USA vertraten seit jeher die Position, dass diese Ideen nicht den rechtlichen Status des Weltraums beschreiben“, sagte Scott Pace, der Direktor des US National Space Council, vergangene Woche in einer Rede.

Wirtschaftliche Nutzung des Weltraums

Die USA würden trotzdem mit anderen Regierungen und internationalen Organisationen daran arbeiten, faire Regeln für den Weltraum zu entwickeln. Ziel der USA sei es aber, „die attraktivste Gesetzgebung der Welt für private Investitionen und Innovationen im Weltall zu Schaffen“. Wenn die USA beeinflussen wolle, wie das All entwickelt und genutzt werde, sei es jetzt Aufgabe, „attraktive Projekte und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit andere Nationen ihre Weltraumpläne an uns und nicht an anderen ausrichten.“ Der letzte Satz ist offensichtlich gegen China gerichtet, das seinerseits einen aggressiven Weltraum-Zeitplan verfolgt.

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Auch andere Länder wollen den Weltraum wirtschaftlich nutzen. Luxemburg hat ein ein Gesetz erlassen und will 28 Millionen Dollar investieren, um Rohstoffe aus dem All nutzbar zu machen. Andere Länder fordern hingegen strengere rechtliche Rahmenbedingungen, die privaten Besitz im All ausschließen sollen. Russland will 2018 einen Antrag bei den Vereinten Nationen einbringen, um gegen die Vorstöße der USA und Luxemburgs vorzugehen.

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